Lebensphasen, die „mittleren“ Jahre – eine Übung

Das eigene Arbeiten mit „7  Wochen ohne“ gerät auch außerhalb dieses Blogs zur Nabelschau. Nicht nur, weil es mir um ein ehrlicheres Eigenbild geht. Neben meinen sonstigen Aktivitäten befinde ich mich derzeit noch in einer seelsorgerischen Grundausbildung, die die Voraussetzung für eine Ausbildung in geistlicher Begleitung ist, die ich in den nächsten Jahren absolvieren möchte. Das Ausbildungsthema diesen Donnerstag waren die mittleren Jahre. Also die Lebensphase, in der ich mich selber befinde. Und Aufgabe in der Ausbildung war, seine eigenen ursprünglichen Erwartungen an diesen Lebensabschnitt (grob zwischen dem 35 und 55 Lebensjahr) zu formulieren. Und in einem zweiten Schritt zu schauen, was sich von diesen Erwartungen erfüllt hat.

In diesen mittleren Jahren stehen berufliche Entwicklung, Familie / Partnerschaft / Kinder groß ziehen auf der Agenda. Eine Heimat finden im Sinne von sich um „Haus und Hof“ kümmern und mir selber war wichtig, auch seine spirituelle Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren.

In der Ausbildung wird eine Übung daraus, die spannend ist und geradezu perfekt zu meinem Fastenthema passt. Die Übung ist alle seine Vorstellungen und Wünsche an die „mittleren Jahre“ zu erinnern. Schon alleine das ist ein Einstieg in die eigene Biographie und der Beginn der Reflexion.

Der zweite Schritt ist noch spannender. Die Aufforderung war nieder zu schreiben, was denn von diesen Vorstellungen und Wünschen realisiert ist. Selbst lebend in dieser Phase fiel mir das relativ leicht. Die Herausforderung ist dann zu benennen, was denn dazu geführt hat, warum das eine oder andere Ziel nicht erreicht worden ist.

Das kann schon unbequemer sein. Denn es ist nicht gefragt welche Ausreden es gibt, warum man nicht der strahlende, erfolgreiche Supermann geworden, sondern eben der Mensch, der mensch nun mal geworden ist. Gefordert ist das selbst Erkennen.
Die Übung „geht“ selbstverständlich auch für jedes andere Lebensalter. Immer gibt es Erwartungen und Hoffnungen, die sich letztlich an den Realitäten orientiert nur in einem bestimmten Maß verwirklichen. Dem nach zu spüren ist spannend.

Nachahmung empfohlen.


Warning: printf(): Too few arguments in /homepages/26/d18378530/htdocs/blog/wp-content/themes/sampression-lite/comments.php on line 35

  1. Bernd Franzen on

    Mann oder man ist wirklich egal- hier passt es jedenfalls 🙂

    Danke für die motivierenden Worte. Es ist schön, wenn man das Gefühl hat, nicht völlig ohne Echo in die Welt hinaus zu schreiben.

    Viele Grüße

    Bernd

  2. Blog Leben, habe das eingegeben und fand hierher. Ich denke, wenn man irgendwo im Netz ist, was Sinnvolles fand und man darf sich eintragen, sollte man es tun, ist ja auch Bestätigung für den Menschen, der was geschrieben hat:“Mann, da hat mich jemand gefunden, schön..“ Und schreibe Mann, weil Sie ja einer sind, hätte auch man schreiben können, denke, es wird egal sein. Danke für die schöne Seite und schönen Tag noch!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.