27.04.2010 von Bernd Franzen

foto: Kenneth Brockmann / pixelio.de
Wir rennen unbekümmert in den Abgrund, nachdem wir irgendetwas vor uns hingestellt haben, das uns hindern soll, ihn zu sehen.
Das Zitat wird Blaise Pascal zugesprochen. Als ich es heute morgen las war ich von dem Gedanken dahinter gleich fasziniert und bin noch jetzt dabei, ständig zu nicken.
Mal sehen, ob es mir gelingt, daraus zu lernen. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.
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04.04.2010 von Bernd Franzen
Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen. Ich schulde ihnen noch mein Leben.
Frederike Frei
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28.01.2010 von Bernd Franzen
Es ist schon erstaunlich … nein, nicht dass ich endlich wieder einen Beitrag ins Blog schreibe … was Bilder bewirken. Keine Gemälde, schnöde Passfotos oder ähnliches, sondern Porträtfotos. Nach längerem Zögern habe ich mich überwunden und mir von Christoph Taterka Fotos machen lassen. Und bin begeistert.

Foto: Christoph Taterka
Christoph Taterka, der Fotograf, hat mich übrigens ins Schleudern gebracht als er mich fragte, was denn auf meinen Fotos rüber kommen soll. Das einzige klare Stichwort, was mir darauf hin einfiel, war eigentlich schlicht Freundlichkeit. Was bei näherer Betrachtung ein großer Anspruch ist.
Wie ich finde, ist es gelungen. Und so schmückt jetzt ein neues Bild das Blog.
Und was bewirken die neue Bilder denn nun wirklich? Sie helfen mir im Moment dabei, den eigenen Standpunkt neu zu überdenken.
Die Bilder sind nicht primär für diesen Blog entstanden, sondern weil ich erneut für den Vorstand der DCCV kandidieren werde. Diese Funktion in einem großen Verband der Gesundheitsselbsthilfe hat immer wieder zur Folge, dass auch unpopuläre Entscheidungen getroffen werden müssen. Das hat von außen nicht immer den Anschein von Freundlichkeit und manchmal merke ich an mir selber, dass ich nicht immer so reagiere, wie ich mir das eigentlich vorstelle.
Aber trotzdem ist es mir ein Anliegen auch dann, wenn scheinbar unfreundliche Entscheidungen gefällt werden müssen, diese mit größtmöglicher Achtung und Menschlichkeit zu fällen. Nicht nur in einem Ehrenamt, sondern auch im ganz normalen Leben. Im Yoga ist es yama und niyama, die äußere und innere Disziplin, die zu so einer Haltung anhält. (Sutra II, 31) spricht davon, dass diese Haltung alle Bereiche des Lebens durchdringen sollen, unabhängig von irgendwelchen Begrenzungen.
Ich finde es legitim Bilder zu machen, die möglicherweise etwas davon ausdrücken, wo man hin will. Fotos, die freundlichen Eindruck erwecken, spiegeln die Bestrebung wider auch das zu werden, was das Bild zeigt!
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25.09.2009 von Bernd Franzen
Herr, mein Gott, ich habe zu dir geschrien und du hast mich geheilt. (Psalm 30,3)
Seltsam. Da glaubt man, alles unter Kontrolle zu haben. Und was passiert?
Man wird krank, fühlt sich nicht wohl, das Leben läuft scheinbar an einem vorbei. Es gibt ein unbestimmtes Gefühl des Alleinseins, es fehlt etwas. Nicht dass ich hier mutterseelenalleine vor meinem Rechner sitzen würde. Menschen, die ich liebe umgeben mich. Ich stehe in Kontakt mit anderen.
Aber nicht immer mit mir selber!
Und dann findet sich in den Losungen für heute diese Satz aus dem Psalmen.
Das hat bei mir ein ganz seltsames Gefühl ausgelöst. So als wäre ich nicht mehr alleine. Das hat dieser Satz heute morgen geändert. Vielleicht nur für einen Augenblick. Aber er wirkt nach und ist jetzt, noch Stunden später spürbar.
Ich bin nicht allein, bin ganz bei mir und fühle mich getragen.
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18.09.2009 von Bernd Franzen
Doris Iding schreibt in der aktuellen Ausgabe (57 – 04/2009) von yoga aktuell einen mich sehr berührenden Beitrag unter dem Titel “Schläfst du noch oder praktizierst du schon?”
Sie gibt dabei die Beobachtung wieder, wie unachtsam Menschen auf Veranstaltungen und Fortbildungen sein können, die gerade Achtsamkeit als Hauptthema haben. Auch geht es um die menschliche Schwäche den Leistungsgedanken in die eigene spirituellen Praxis hineinzubringen. Je berühmter der Lehrer, je exotischer der Ort des Retreats, desto bedeutender wird wohl die Erfahrung dabei sein. Und mitten im eifrigen Austausch über diese wichtigen tiefgreifenden spirituellen Erfahrungen wird das Essen unachtsam eingenommen und einfachste Regeln im Veranstaltungsverlauf nicht beachtet.
Vielleicht wäre ich über diesen Artikel hinweggeflogen, wäre ich selber nicht gerade in einem Prozess bei dem ich ähnliche Erfahrungen teile. Sogar auf beiden Seiten. Einmal bemerke ich bei Teilnehmern an Veranstaltungen wie schön man über gesunde Ernährung sprechen kann und dann das gemeinsame vollwertige Mittagessen durch den Döner von der Bude gegenüber ersetzt. Und gleichzeit sehe ich bei mir selber wie schwer es mir fällt den Alltag bewusst und aufmerksam zu gestalten. Wie oft merke ich nach einem anstrengenden Tag, dass ich ihn wieder einmal mit dem Autopiloten geflogen bin. Ohne wirklich bei mir zu sein.
So kann ich Doris Iding nur zustimmen, wenn sie schreibt: “Es gehört die Bereitschaft dazu, nicht nur das Meditationskissen oder die Yogamatte als ein Übungsfels anzusehen, sondern jeden Moment des Lebens, [...] Achtsamkeit, Bescheidenheit, Demut, Mitgefühl, sprich Spiritualität wollen überall praktiziert werden. Und vor allen Dingen setzt sie voraus, dass sie ihrer selbst wegen praktiziert wird. Und nicht als spiritueller Konsumartikel, der missbraucht wird, um das eigene Ego aufzupolieren. Denn solange wir noch so unterwegs sind, schlafen wir noch und praktizieren nicht.“
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18.09.2009 von Bernd Franzen
hat ein eigenes Blog.
Irgendwann hatte ich den guten Swami Durchananda ja schon mal auf dem Schirm gehabt, ihn dann aber wieder aus den Augen verloren. Dabei war er gar nicht weg.
Naja, man kann ja nicht alle Aspekte des Yoga ständig im Bblick haben.
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17.09.2009 von Bernd Franzen
Im Moment unterrichte ich eher wenig. Es gibt bis zum Jahresende noch ein paar geschlossene Einheiten an Wochenenden sowie der fortlaufende Kurs am Dienstagabend. Das hat z.T. terminliche Gründe und auch die Vorbereitungen auf die Prüfung zur Anerkennung als Yogalehrer nach den Richtlinien des BDY benötigt Zeit und Kapazitäten.
Was mich etwas wundert, fordert und auch freut ist eine deutliche Nachfrage nach Einzelstunden. Dabei sind es nicht so sehr die Nachfragen die darauf zielen etwas auf körperlichem Gebiet zu “machen”, sondern sehr konkrete Fragen nach Praxis und Weiterentwicklung. Ich weiß nicht, ob das etwas mit einer neuen? Suche nach Spiritualität zu tun hat, wie etwa Frank Obels beobachtet oder eher mit der Weise wie Entwicklungen laufen. Es sind meist keine mir neuen Personen die diese Nachfragen machen, sondern Menschen, die ich schon längere Zeit kenne und die bei mir Wochenende oder Kurse belegt hatten. Jetzt nach einiger Zeit kommen die Fragen und suchen Beantwortung. Das, was ich selber gerade am heftigsten bearbeite wird auch zum Thema der Auseinandersetzung im Unterricht. So ganz an Zufälle glaube ich da nicht, da die Anfragen z.T. nach einjähriger und längerer Kontaktpause kommen.
Es kommen aber auch ganz neue Anfragen nach Einführung in die Meditation an. Das hat eher etwas mit der Suche nach Spiritualität zu tun und fordert mich auch heraus. Selber gehe ich eher wieder einen Teil meines Weges in die bewusste Körperlichkeit – und andererseits werde ich zur Anleitung in die Meditation angefragt.
Es bleibt also spannend.
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16.09.2009 von Bernd Franzen
Komische Frage?
Wie auch immer, sie beschäftigt mich im Moment. Denn ich werde mehr oder weniger zufällig zum Vegetarier – oder ist es doch kein Zufall?
Es hat eine Zeit gegeben, da habe ich wegen meiner chronischen Darmentzündung viele Nahrungsexpterimente gemacht. Eine ganze Zeit habe ich nach Lutz – Leben ohne Brot gelebt. Das ist eine kohlenhydratarme Diät, die ohne einen erheblichen Anteil an Fleisch kaum realisierbar ist. Um es kurz zu machen. Die Diät hat meinen Morbus Crohn wenig beeindruckt, mir dafür aber innerhalb eines dreiviertel Jahres zweimal Nierensteine beschert. Das war vor vielen Jahren. In der Zeit bin ich immer mehr auf eine gemischte Ernährung gekommen.
Ob es vom Yoga kommt oder wie auch immer es passiert ist. Der Fleischanteil in meinem Essen ging immer mehr zurück. Seit etwa anderthalb Jahren melde ich mich auf Wochenendveranstaltungen grundsätzlich als Vegetarier an. Weniger, weil ich kein Fleisch mag, sondern weil das vegetarische Essen in den meist eher weniger luxuriösen Seminarhotels oft die genießbarere Option ist – reine Erfahrungstatsache.
Zuhause gab es immer weniger Fleisch. Verzichten mochte ich eigentlich nicht, aber es widerstrebte mir immer, wenn ich in den Auslagen der Supermärkte Schweinefleisch zu einem Preis sah, der gefühlt unter dem des Saisongemüses liegt. In der letzten Fastenzeit sind meine Töchter und ich eher zufällig auf die Idee gekommen die vorösterliche Zeit komplett fleischlos zu gestalten. Das ging wunderbar und es inspiriert die Kochfähigkeiten ungemein, wenn man jeden Tag etwas Neues ohne Fleisch auf den Tisch bringen muss. Zu Ostern gab es dann die bei uns schon fast traditionelle Lammkeule. So richtig kam die aber gar nicht mehr an. Die Töchter haben dann für sich beschlossen ab jetzt nur vegetarisch zu essen und ich ziehe mit (Kunststück … ich koche die meisten Mahlzeiten in der Familie).
Ich vermisse eigentlich gar nichts. Ganz im Gegenteil. Jetzt bekomme ich mit, dass ich Fleisch gar nicht so gut vertrage. Da ich nie öffentlich gesagt habe “ich bin Vegetarier!” habe ich bei verschiedenen Gelegenheiten durchaus Fleisch gegessen. Z.B. bei Geschäftsessen oder Familienfeiern. Das Ergebnis war durchschlagend. Schweinefleisch macht mir sofort Durchfall – was ich vorher nie bemerkt habe. Bei anderen Fleischsorten bin ich mir mangels mehr Erfahrungswerte nicht sicher.

foto: scata - fotolia.com
Ich denke, es bleibt dabei. Ob ich wirklich “echter” Vegetarier werde, kann ich nicht sagen. Mein Körper kann operationsbedingt viele Stoffe nicht gut aufnehmen (fettlösliche Vitamine, Vitamin B12), die eher in Fleisch und Fleischprodukte zu finden sind. Aber mit der derzeitigen Situation bin ich ganz zufrieden. Fleisch gibt es nur als Ausnahme, die entsprechend bewusst genossen werden kann. Es fühlt sich richtig an, kaum Fleisch zu essen. Und man kann offenbar fast unbemerkt in diese Richtung gehen, ohne den Weg ganz bewusst angefangen zu haben.
fotos: peepe – pixelio.de / © scata – Fotolia.com
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14.09.2009 von Bernd Franzen
Hmm, irgendwie bekomme ich die Bilder nicht mehr mit Umlauf in die Beiträge eingefügt. Finde ich unschön, habe aber im Moment noch keine Lösung. Irgendwann muss ich dieses Wordpress Theme doch mal gründlich anpassen.
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