Anjali Mudra / Namaste Mudra – Yoga mit den Fingern IV

Anjali Mudra

Anjali Mudra (c) Bernd Franzen

Wohl kaum eine Mudra wird in Yogastunden so oft ausgeführt wie diese. Und weil diese Geste als Anjali Mudra oder auch Namaste (Mudra) so oft geübt wird, sie so selbstverständlich und präsent ist, wird sie oft nicht mehr hinterfragt. Das ist schade, denn hinter der Mudra steckt unglaublich viel.

Man findet die Mudra auch noch unter anderen Namen. Atmanjali Mudra findet man häufig. Und gerade in unserem christlichen Umfeld ist die Haltung als Gebetshaltung in häufiger Praxis. Sie ist offenbar sehr universell.

Schon alleine die Ausführung – die Hände vor dem Herzraum zusammenlegen – unterstützt die innere Sammlung. Wenn man dann vielleicht noch bewusst den Kopf bzw. die Stirn ganz leicht, Millimeter nur, den Händen zuneigt und sich den Raum zwischen Herzraum, Stirn und Händen vergegenwärtigt, dann kann das schon reichen in eine tiefe Empfindung zu kommen.

Die Geste, rechte und linke Seite kommen zusammen, ist alleine schon ein Symbol das Gegensätzliche zu vereinen. Das große Thema in vielen yogischen Situationen ist es immer die gegensätzlichen Kräfte zusammen zu bringen. Männlich – weiblich, Sonne – Mond, rational – emotional …

Im christlichen Kontext ist das Zusammenlegen der Hände ein Zeichen der inneren Konzentration, in der sich der Beter ganz auf Gott konzentriert.

In praktisch jedem Kontext, in dem die Gebetshaltung / Anjali / Namaste / Atmanjali Mudra eingenommen wird passt die Affirmation:
Voller Dankbarkeit lasse ich das Gute, was für mich vorhanden ist, zu.

Den volle Reichtum dieser so scheinbar einfachen Geste kann man sich vielleicht besser erschließen, wenn man in Yogageschichten um diese Mudra einsteigt. Eine Geschichte rankt sich um die Geburt Patanjalis, dem sagenhaften Autor der Yogasutren.

Patanjalis Mutter war eine wunderschöne Frau, die lange keine Kinder bekommen konnte. Sie betet täglich in ihrer Not und Verzweiflung zu Vishnu als Manifestation des Höchsten. Ihre Bitte um ein Kind verband sie mit der Öffnung der Hände zu einer Schale. Und sie gab ihre Hoffnung auf die Erhörung der Bitte nicht auf.
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Mit FlexMax gegen Yoga-Kritzeleien

Yoga Kritzelblatt

… Yogaanweisungen in vordigitaler Zeit

Da weder meine eigene Yogatradition noch meine derzeitigen Yoga-Aktiv-Versuche nach den immer gleichen vorgegebenen Sequenzen arbeitet, sondern sich jede Praxis individuell entwickeln muss, mussten sich in der Vergangenheit Schüler und ich selber mit zugegebenermaßen sehr “individuellen” ;-) Yoga-Kritzeleien zufrieden geben. Es hilft nichts. Auch wenn man keine “fertigen” Sequenzen hat, so lebt doch jede Praxis von der Wiederholung. Will man einen Fortschritt erreichen, dann muss man Wiederholen können. Und zwar nicht beliebig, sondern die möglichst selbe Sequenz. Der Kopf ist da – jedenfalls bei mir – oft überfordert. Ich brauche für meine Wiederholungen oder auch für Weiterentwicklungen Aufzeichnungen, sonst gleitet es in die Beliebigkeit ab. Das ist nicht Ziel von Yoga. Oder ein Teilnehmer in einem Kurs möchte für ein bestimmtes Problem eine Praxis haben. Da hilft nur der schriftliche Weg. Also Strichmännchen malen :-)

Nun soll es Schüler gegeben haben, die tatsächlich nach meinen Kritzeleien Fortschritte beim Praktizieren gemacht haben. Aber so richtig zufrieden war ich eigentlich nicht und eine digitale Lösung musste her. Nun bin ich seit vielen Jahren im Besitz von FlexMax, das wirklich ultimative Strichmännchen-Zeichenprogramm. Aber hatte immer das Problem, dass es mir in der Version 1 nicht so recht gelungen war Text und Anweisungen sinnvoll und unkompliziert zusammen zu bringen. Irgendwie klappte es bei mir nicht, die Bilder in ein anderes Programm einzubetten. Ob es am Programm lag (Open Office mit dem ich damals gearbeitet hatte) oder woran auch immer – ich wurde nicht so recht warm. Einzelne Bilder unter FlexMax waren gut … aber wann braucht man schon mal nur ein einziges Yoga-Strichmännchen?

Übungsfolge mit hanumanasana und ustrasana

Übungsfolge mit hanumanasana und ustrasana

Da ich im Frühjahr einige neue Schüler hatte, die einen höheren Bedarf an Übungsblätter hatten, habe ich FlexMax noch mal ausprobiert und dabei festgestellt, dass eine Version 2.0 erschienen war. Damit habe ich dann noch mal angefangen zunächst zu spielen und siehe da, die Übernahme in Word oder dem MS Publisher funktionierte völlig reibungslos. Vor allem mit dem Publisher macht es richtig Spass, weil man hier wirklich nach Herzenslust mit Texten und Bildern schieben und kombinieren kann. Im Moment arbeite ich z.B. an einer Übungsreihe, die Hüft- und Herzraumöffner kombiniert … Das Bild ist also als Arbeitsstudie zu sehen, nicht als Aufforderung das jetzt 1:1 nachzuüben. Oder vielleicht doch :-) … dann aber bitte Feedback geben. Zielübungen sind jedenfalls hanumanasana (Vorbereitung … den vollen Spagat werde ich wohl in diesem Leben nicht  schaffen) und ustrasana (Kamel), beides asana die mir sehr schwer fallen. Das Abhängen in der breiten Grätsche (prasarita padottanasana) macht dafür um sehr mehr Spass :-)

cakravakasana krama

cakravakasana – die dyn. Katze

Und auch wenn ich eingangs behauptet habe, es gibt keine festgelegten Sequenzen.
Natürlich wiederholen sich bestimmte Reihenfolgen immer. Surya namaskar, den Sonnengruß, möchte ich nicht jedes mal neu erfinden oder malen müssen. Und natürlich habe ich selber eine Vorliebe für ganz bestimmte Sequenzen (keine Stunde ohne cakravakasana- die dyn. Katze). Diese Versatzstücke sammle ich in Dateien oder gleich in der Datenbank von FlexMax und kann so relativ schnell Übungsblätter zusammenstellen. Das Blatt für Petra, im Frühjahr noch handgemalt, sähe dann heute also so aus – in ca. 15 Minuten zusammengestellt weil das meiste schon vorhanden war – die handschriftliche Version hat sicher nicht weniger Zeit benötigt:

Kraft für Beine und Füße

Übungsblatt Kraft für Beine und Füße

FlexMax kann ich nur weiter empfehlen. In Kombination mit einem einfach zu bedienendem Layoutprogramm wie Publisher eine wirkliche Erleichterung für Yogalehrer oder sonstige Menschen, die häufiger einschlägige Übungsblätter schreiben müssen.

karnapidasana

karnapidasana

Nur wenn die Haltungen sehr verschlungen sind, kommt FlexMax doch ein wenig an die Grenzen. Was aber nicht am Programm, sondern an der geforderten Dreidimensionalität für bestimmte Haltungen liegt. Strichmännchen sind nun mal nur zweidimensional. Oder würdest Du nach dieser Darstellung karnapidasana rekonstruieren können? Aber mal ehrlich … wer so etwas praktiziert braucht vermutlich nicht meine Übungsblätter. Weder die gekritzelten noch computergestylt ;-)

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Eine Geschichte: Der Weg zur Erleuchtung

Gerade bei Zentao gesehen, möchte ich die Geschichte auch hier weitergeben:

Mann mit Sack

foto: adstream / flickr.com

Milarepa hatte überall nach Erleuchtung gesucht, aber nirgends eine Antwort gefunden, bis er eines Tages einen alten Mann langsam einen Bergpfad herabsteigen sah, der einen schweren Sack auf der Schulter trug.


Milarepa wusste augenblicklich, dass dieser alte Mann das Geheimnis kannte, nach dem er so viele Jahre verzweifelt gesucht hatte. »Alter, sage mir bitte, was du weißt. Was ist Erleuchtung?«
Der alte Mann sah ihn lächelnd an, dann ließ er seine schwere Last von der Schulter gleiten und richtete sich auf.
»Ja, ich sehe!« rief Milarepa. »Meinen ewigen Dank! Aber bitte erlaube mir noch eine Frage: Was kommt nach der Erleuchtung?«


Abermals lächelte der Mann, bückte sich und hob seinen schweren Sack wieder auf. Er legte ihn sich auf die Schulter, rückte die Last zurecht und ging seines Weges.

Jetsün Milarepa (* 1040; † 1123), war ein tantrischer Meister und Begründer der Kagyü-Schulen des tibetischen Buddhismus. Er war der tantrische Yogi, der die Mahamudra-Übertragungslinie Marpas weiterführte. Er gilt als einer der größten Yogis und Asketen Tibets. Darüber hinaus gilt er auch als größter Dichter Tibets. wikipedia

Erleuchtung ist im Moment in meiner Meditationsgruppe ein wiederkehrendes Thema, wenn es darum geht zu verstehen, warum man überhaupt solche spirituellen Übungen wie Meditation macht. Es geht – wie in jeder Yogapraxis auch – letztlich immer darum, “Erleuchtung” zu erlangen.

Und abgesehen davon, dass – obwohl die Erleuchtung in vielen Schriften genauestens beschrieben wird, da geht es der Erleuchtung wie den Beschreibungen des Paradieses, das auch niemand wirklich kennt – niemand so wirklich weiß, was denn jetzt die Erleuchtung wirklich ist, ist eines sicher. Es gibt etwas nach der Erleuchtung, dass nicht so sein kann wie die Erleuchtung selber. Und mir gefällt das Bild des schweren Sackes ganz besonders. Nach der Erleuchtung ist der Alltag wieder ganz normal da.

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Noch mal zum Yogamatten-Thema

Kurz einen Zwischenstand zur Yogamatten-Rezension: Die Matte durfte nach einer Woche ins Yogazimmer. Ein Geruch ist fast nicht mehr wahrzunehmen und ich habe jetzt schon einige Stunden auf ihr verbracht. Das Gefühl auf der Matte ist gut. Was mich jetzt noch besonders interessiert ist, wie sich die Matte in der Praxis über längere Zeit bewährt.

Das Yogamatten-Thema scheint im Moment besonders aktuell zu sein. Diana verlost gerade 4 Matten, ihr Weinachtsgewinnspiel ist noch bis zum 9.12.12. offen. Und Feierabendyogi Stephan scheint gerade die selbe Matte wie ich zu testen – auf sein Ergebnis bin ich natürlich auch sehr gespannt. Stephan hat übrigens auch ein paar schöne Charts und Abbildungen zu Yoga in Deutschland online gestellt.

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Yogamatten-Rezension, die Yogimat eco deluxe von Yogistar – Teil 1

Yogamatte

Yogamat eco deluxe – Produktfoto von yogistar.com

Yogamatten-Rezension? Wie komme ich darauf?

Nun, die Idee stammt nicht von mir. Wenn man ein Blog führt, dann bekommt man schon fast automatisch auch mit einer gewissen Beständigkeit Anfragen für alles mögliche. Meist klicke ich direkt weg, weil ich auf Anfragen auf Spam-Niveau nicht reagiere. Die Firma Yogistar hatte direkt angefragt, ob ich bereit wäre ein Produktrezension zu schreiben. Warum nicht. Seit ich mich häufiger in Yogastudios rumtreibe erlebe ich gelegentlich einen regen Austausch über die unterschiedlichen Matten. Das Thema scheint durchaus stark besetzt zu sein.

Selber fühlte ich mich bislang mit meiner Schaffellmatte (Schurwolle) für’s Meditative und der Standard Yogamatte “Trend”, von der ich einen ganzen Kurssatz besitze, durchaus für alle Eventualitäten gerüstet. Da ich seinerzeit den Mattensatz sehr kurzfristig bei kleinem Budget benötigte, ist er spontan und ohne große Überlegung ins Haus gekommen. Heute würde ich da vielleicht mehr Gedanken investieren. Denn schon aus ökologischen Gründen: PVC-Matten würde ich mir nicht mehr und vor allem nicht in Mehrzahl zulegen. Aber was man hat, ist ja erstmal vorhanden. Wegwerfen ohne Not oder Sinn ist auch keine Lösung. Und vom Übungsstandpunkt war und bin ich mit diesen Matten zufrieden.

meine Yogamatte mit Gebrauchsspuren

Aber zurück zur privaten Yogamatte. Ich verbringe jeden Tag Zeit darauf. Seit meine Praxis körperlich fordernder geworden ist auch immer häufiger auf der glatten Matte. Schurwolle hat im meditativen Yoga große Vorteile – sie ist für mich unverzichtbar. Aber wenn es in körperlich anspruchsvollere Haltungen geht oder der Schweiß tropft, dann ist sie nicht mehr die erste Wahl. Seit etwa 7 Monaten bin ich fast jeden Tag auf der Matte unterwegs, oft auch sehr intensiv. Meine Standard-Yogamatte jedenfalls zeigt durchaus schon erste Auflösungserscheinungen.

Eine neue Matte zu probieren liegt also nahe. Und wenn Yogistar schon mal das Angebot gemacht hat, dann nehme ich es gerne an. Um auch das ökologische Gewissen zu beruhigen fällt meine Wahl auf einen Benz unter den Yogamatten: Die Yogamatte eco deluxe. In grün-anthrazit und aus Naturkautschuk. Jedenfalls passt das Grün schon mal zu den Kursmatten und Anthrazit ist einfach die Männerfarbe. Und mit Männeryoga wollte ich mich eh schon lange intensiver beschäftigen (z.B. hier und hier, aber so richtig ist bei mir noch nichts aus dem Thema geworden – vielleicht ändert das ja die neue Yogamatte).

Yogistar hat dann auch prompt geliefert. Weiterlesen

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Mit fünf Asana zum Weltfrieden

Fünf

(c) squidish / flickr.com

Fünf Asana reichen für den Weltfrieden. Oder für die Erleuchtung. Und wenn das nicht, dann möglicherweise für tiefe Entspannung. Möglicherweise lösen sie auch Beziehungsprobleme. Aber ganz bestimmt sind sie gut für den Körper. Vielleicht sogar bei Haarausfall.

Das musste jetzt mal raus. Ich bin derzeit etwas angenervt von der grassierenden Listenlösungsseuche. 12 Dinge, die mich glücklich machen sollen. 5 Empfehlungen für ein gutes Leben. 8 Dinge für Dies und 17 für Das. Mit 108 Mantras zur Seligkeit. Mein Feed steckt voll von diesen Listen. Und wenn es keine Listen sind, dann die ultimativen Tipps wie ich großzügig werde, Online-Seminare erfolgreich bestehe oder Standfestigkeit in der Beziehung oder beim Sex erhalte.

Ich will nicht mehr!

Ich will nicht mehr diese Abhaklisten, die mir suggerieren, dass alles so einfach wäre.

(c) DSarle / flickr.com

Heute morgen habe ich mich in den Genuss einer angeleiteten Stunde begeben. Purer Luxus, ich weiß. Aber anstrengend und die fünf Asanas, die den Weltfrieden bringen werden, waren bestimmt auch dabei. Ich habe es gemerkt, denn die Ansage bei einer der vielen körperlichen Verwicklungen heute morgen war z.B. “und jetzt auch das Gesicht entspannen”. Ich hab’s versemmelt. Wenn heute der Weltfrieden nicht kommt, dann bin ich ganz alleine der Schuldige. Denn mein Gesicht entspannte sich nicht. Ganz im Gegenteil, denn ich war gerade dabei die Instruktorin auf den Mond zu wünschen, mich selber ganz normal an den Schreibtisch um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, statt mir hier auf der Matte wieder den Beweis zu liefern, dass mein Körper doch nicht so elastisch wie gewünscht ist.

Was hat das jetzt mit meiner momentanen Lösungslistenallergie zu tun?

Alles. Denn wenn man sich auf den Weg macht denselbigen für den Weltfrieden überhaupt frei zu machen, dann ist das ein langer Weg. Er beginnt immer zuerst bei sich selber (ok … das wird kein Lösungslistenproduzent bestreiten). Wenn man Yoga praktiziert beginnt der Weg zu sich selber ganz oft auf der Matte. Entweder in der körperlichen Praxis oder vielleicht auch in der Meditation. Nie auf dem Papier und erst recht nicht in Form einer Liste.

So doof das klingt. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass ein bisschen Weltfrieden mehr dadurch entstehen kann, wenn mein Körper elastisch und gesund ist. (Nicht nur) Dafür sind die Verschraubungen auf der Matte gut. Das ist eine von den 5 oder 6 oder auch 10.000 Voraussetzungen auf der Lösungsliste, die mich überhaupt instand setzt etwas für den Weltfrieden zu tun.

Liebe Listenschreiber. Ich kann die Sehnsucht danach ein Problem oder einen Sachverhalt griffig zu machen – darum packt man es ja in Listen – durchaus verstehen und nachvollziehen. Auch ich muss solche Krücken nutzen um etwas besser zu begreifen. Wenn es mir im Moment zu viel ist, dann liegt das an mir. Und wenn ich mich darüber künstlich aufrege, dann zu dem Zweck mir – und vielleicht noch dem einen oder anderen Leser – bewusst zu machen, dass das Heil nicht im abzuhakenden Heilslistengebäude liegt, sondern nur entstehen kann, wenn ich kontinuierlich an meinen eigenen Punkten bleibe.

Die Welt und ich
(c) Gerd Altmann / pixelio.de

Der Weg zu einer persönlichen oder auch gesellschaftlichen Verbesserung lässt sich nicht in Listen packen, sondern ist ein langer, manchmal beschwerlicher und frustrierender aber gelegentlich auch freud- und lustvoller Weg. Für diesen Weg suche ich Begleitung und Inspiration wenn ich mich in Büchern oder im Netz, aber auch in Kirche oder Yogastudios umsehe. Ich versuche das, was mir auf diesem Weg begegnet zu nutzen. Den einen oder anderen Gedanken oder Übung greife ich auf. Nehme sie in mein eigenes Übungs- und Lebensprogramm auf und versuche damit oder daran zu wachsen. Dafür meinen Dank an alle – auch die mit den Listen … ich lese sie ja doch ;-)

… und bin mir bewusst, dass alles etwas komplexer als vorgespiegelt ist.

Meine Yogainstruktorin habe ich heute übrigens auch gedanklich wieder vom Mond geholt. Das eigene Hadern mit mir auf der Matte war irgendwann vorüber und das mit dem Entspannen des Gesichtes war doch irgendwann mal möglich. Vielleicht reicht das ja noch für den Weltfrieden, jedenfalls ein bisschen. Fünf Asanas waren es auf jeden Fall …

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Ganesha Mudra – Yoga mit den Fingern III.

Ganesha Mudra

Ganesha Mudra (c) Bernd Franzen

Ganesha Mudra macht mir im Moment besondere Freude. Einfach weil ich merke, dass ich diese Geste schon häufiger auch unbewusst angewendet habe. Es ist eine durchaus auch kraftvolle Übung die wunderbar neben diversen Streckungen etwa in ein morgendliches Aufwachritual passt. Überhaupt machen mir diese kleinen Symbole oder Gesten beim Üben viel Vergnügen und lassen mich vieles ganz oder wieder neu erleben.

Über Ganesha hat sich Diana auf ihrem Yogablog schon geäußert. Hier mag genügen, dass es sich um eine elefantenköpfige Gottheit handelt, die sich nicht nur in Indien großer Beliebtheit erfreut. Bei mir ist er in Erinnerung als eine Art Hausgott, der Glück für die Wege oder Tätigkeiten der Menschen bringt. Es ist eine freundliche Gottheit, die Weisheit und Intelligenz verkörpert.

Zugeschriebene Wirkungen
Wie man beim Üben merken wird, handelt es sich letztlich um eine sehr gut steuerbare Dehnung – im Yogadeutsch: “Öffnung” – des Brustraumes. Der Brustraum ist auch der Herzraum, anahata nach der Chakrenlehre. Aber auch ohne sich in diese Denkgebäude einzuklinken: Wir sehen ganz selbstverständlich Qualitäten wie die Liebe im Herzen angesiedelt. Und aus dieser Sichtweise erschließt sich auch die Bedeutung von Ganesha Mudra. Diese Mudra öffnet den Brustraum, anahata, eröffnet uns so dafür Mut, Liebe, Offenheit und Zuversicht für unsere Mitmenschen. Und ich finde nichts dabei, sich diese Qualitäten auch gleich selber mitzuteilen. Weiterlesen

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Abnehmen – auch mit Yoga

So! Geschafft. Abgenommen ist :-)

Mein Gürtel :-)

Irgendwie geistert das Thema Abnehmen seit Beginn des Blogs durch die Kategorien. Auch Abnehmen durch Yoga. Wenn es seit 2006 hier stehendes Thema ist, kann es ja persönlich nicht so ganz erfolgreich gewesen sein. War es auch nie. Zwischendurch habe ich zwar immer mal wieder ein paar Kilo abgenommen, die waren aber schnellstens wieder drauf. Dauerhaft unter 90 kg (bei 175 cm) war einfach nicht. Vermutlich der fetteste Yogalehrer in Köln habe ich mich gelegentlich vorgestellt – und ich bin mir gar nicht sicher, ob mir da die Selbstironie wirklich aus vollem Herzen kam.

Das ist aber jetzt vorbei.

Etwas vermessen vielleicht, aber doch, vermelde ich jetzt einfach mal den Erfolg. Auch mit Yoga. Aber eben nicht durch Yoga! Jedenfalls nicht durch die körperlich Yogapraxis, sondern durch weniger essen.

salamba sarvangasana (c) whatnot / flickr.com

Auch wenn ich jetzt deutlich aktiver praktiziere(n kann) als noch im letzten Jahr. Meine körperliche Praxis alleine ist es nicht. Sie unterstützt ganz sicher mein Körpergefühl und bestimmte Übungen sind einfach nicht schön, wenn die Speckrolle im Weg ist. Salamba sarvangasana, der Schulterstand oder auch andere Übungen machen mit Bauch nicht wirklich Spass. Geht man also regelmäßig in eine aktive und ggf. anstrengende Praxis, kommt man von selber darauf, dass das mit zu viel Gewicht einfach nicht geht. (Nebenbei empfehle ich auch nicht die Praxis im nebenstehenden Bild, da das die Halswirbelsäule zu stark belastet.)

Das Geheimnis des Abnehmens liegt immer darin, dass man weniger Kalorien isst, wie man verbracht. Will man das durch Yoga erreichen (ohne weniger zu essen) müsste man eine anstrengende Praxis machen, die sehr viel mehr Kalorien verbraucht. Mit Joggen und anderen echten Ausdauersportarten kann man das relativ einfach erreichen. Aber beim Yoga ist das sehr schwer. Die Praxis muss dann so intensiv und fordernd sein, dass der Kreislauf wirklich deutlich und dauerhaft in die Höhe geht. 108 Sonnengrüße am Stück ist so eine Aktion. Je nach Intensität und wie man in die Haltungen geht, wären mir dabei aber die Verletzungsrisiken einfach zu hoch. Würde man das regelmäßig über einen längeren Zeitraum so intensiv betreiben sind auch die Belastungen z.B. für die Schultergelenke nicht ohne.

Bernd hat abgenommen ;-)

Das nebenstehende Bild ist vom Sommer. Heute sähe das noch etwas deutlicher aus, aber die Hose ist entsorgt.

Im Moment liege ich bei 78 kg, habe seit Anfang des Jahres über 15 kg abgenommen und bin jetzt in der Phase, wo es nicht mehr darum geht noch weiter abzunehmen, sondern das Gewicht zu halten. Da bin ich guten Mutes. Beim Halten des Gewichtes wird mir Yoga sicher helfen und ich hoffe, dass die Kategorie Abnehmen in diesem Blog dann für meine eigene Person überflüssig geworden ist.

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Zur Übungspraxis des Yogalehrers – der Anfängergeist

Nicht nur manchmal ist es schwierig nachzuvollziehen wie das mit dem “Fortschritt” im Yoga ist. Aber vielleicht wird ein Aspekt zu den Fortschritten deutlicher, wenn ich aus der Praxis des Yogalehrers erzähle :-)

(c) Kiwinky / flickr.com

Heute hatte ich nämlich die Gelegenheit noch mal die eigene Praxis auf den Prüfstand zu stellen. Neben den eigenen Kursen und dem eigenen privaten Praktizieren gehe ich noch ein, oder zweimal in der Woche zu “anderen” Yogastunden. Das hatte ich im Sommer begonnen, weil ich erst seit einer Operation im Februar überhaupt in der Lage bin, einer körperlich anspruchsvollen Yogastunde zu folgen. Und es macht mir auch riesen Spass (mehr oder weniger inkongnito – ich erzähle normalerweise nicht, dass ich selber unterrichte, mache aber auch kein Geheimnis daraus) das eine oder andere Kölner Yogazentrum zu besuchen. Oft bin ich im Openlotus nicht nur, weil das für mich günstig liegt, sondern weil ich mich dort gut aufgenommen fühle. Da ich aufgrund meines gelegentlich recht eng getakteten Kaleders nur die Stunden wahrnehmen kann, zu denen ich keine anderen Termine habe, verschlägt es mich regelmäßig in “Level 1″ Kurse – also zu den Anfängern?!

Das habe ich nie als Nachteil empfunden. Jede (gute) Yogastunde lebt nicht von dem körperlichen Schwierigkeitsgrad einer Übungen, sondern von der geistigen Intensität derselben. Ich finde im “Level 1″ immer noch genügend körperliche Herausforderung, auch wenn ich die Übungen im Prinzip und grundsätzlich beherrsche. Nur: Ich suche mir die Instrukoren/Lehrer, die mir mit guten “Alingments” und Korrekturen da weiterhelfen, wo bei mir selber aufgrund der scheinbaren Banalität der Übungen die sinnvolle Aufmerksamkeit fehlt. Und das ist unglaublich hilfreich. Und ist der/die Lehrerin gut, hilft sie durch gute Alingments auch die scheinbar einfachen Asana sehr anspruchvoll machen. Oder besser: Wenn ich mich bemühe die “Standard-Asana” immer wieder neu zu praktizieren bleiben sie auch für mich neu.

virabhadrasana (c) Sami Taipale / flickr.com

Es mag sein, dass ich virabhadrasana I schon einige hundert mal eingenommen habe. Aber nur selten schaut jemand dabei kritisch auf die/meine Haltung. Jede Korrektur, jeder Hinweis darauf, wie ich diese Haltung anders, neu oder einfach anatomisch sinnvoller einnehmen kann, ist mir hoch willkommen. Virabhadrasana I in der Yogastunde ist eben ein anderes Übungsfeld, wenn noch jemand mit drauf schaut. Das genieße ich!

Aber wie komme ich jetzt auf diese Gedanken? Die Instruktorin der heutigen Stunde hatte mich zur Seite genommen und darauf hingewiesen, dass so viele Anfänger da waren. Sie hatte Bedenken, ob auch ich auf “meine Kosten” gekommen war. War ich. Ich hoffe nur, dass die Botschaft auch angekommen ist. Dankbarkeit für gute Korrekturen und Hinweise auf andere körperliche oder auch geistige Sichtweisen ist jedenfalls vorhanden.

Für mich sind die “Level 1″ Stunden zudem auch ein Übungsfeld um den Geist des Anfängers zu bewahren . In der Rezension der Meditationsanleitungen zu den MyMonk Meditationen könnte man vielleicht zum Schluss kommen, dass ich den nicht soooo wichtig nehmen würde. Aber da würde der Schein trügen. In der täglichen Praxis finde ich diesen Geist nämlich absolut wichtig.

Da ich weiß, dass wenigstens eine Kursteilnehmerin von mir hier mitliest :-) : Damit ist jetzt geklärt, was ich mache, wenn ich nicht selber unterrichte

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Ashtanga – getanzt

Im Walzertakt ist Ashtanga-Yoga auch sehr attraktiv.

via Grimmly

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