Yoga Vidya Kritik

Nach mehreren E-Mails und einer kleinen Häufung des Suchwortes „Yoga Vidya Kritik“ für dieses Blog in den letzten Tagen nur kurz eine Klarstellung.

Ich habe nichts mit Yoga Vidya zu tun. Meine Lehrer stehen zwar auch in der Tradition von Swami Sivananada, haben aber ihrerseits auch nichts mit Yoga Vidya zu tun. Selber habe ich klare weltanschauliche und religiöse Wurzeln im Westen und kann darum vielen Ritualen, die ihre hinduistischen Wurzeln nicht verleugnen können und wollen, nichts anfangen. Die alten Schriften des Yoga versuche ich zu studieren und zu übersetzten in diese Welt.

Vidya bedeutet so viel wie Wissen, Erkenntnis und ist ein hoher Anspruch mit dem ich zudem ein Problem habe. Mein Anspruch ist „Im Alltag leben“. Das ist eine andere Ebene die nicht den Anspruch hat, die Wahrheit zu kennen und macht große Freude. Hier gibt es keine Patentlösungen im Angebot, sondern ich versuche immer zu wiederholen, dass es um das Individuum, die ganz persönliche Situation geht und das dafür eine ebenso individuelle Lösung gefunden werden muss. Das ist nicht kompatibel zu einer auf Masse setzenden Organisation.

Yoga Vidya halte ich für ein Phänomen, dass aus der Yogalandschaft in Deutschland nicht wegzudenken ist. Yoga Vidya setzt viele Menschen in Bewegung und bringt viele Menschen mit Yoga in Berührung. Die verbreitete Spiritualität ist allerdings nicht meine und ich finde, dass das auch gut so ist.

26 thoughts on “Yoga Vidya Kritik

  1. Maria on

    Hallo Bernd,

    ich finde es auch wichtig, dass nicht nur Gäste sondern dass auch ehemalige Yoga-Vidya Mitarbeiter zu Wort kommen. Was mich nach einem Jahr Leben in der Gemeinschaft von Yoga-Vidya einfach super traurig macht, ist die Art und Weise wie Sukadev und die Führungsebene ihre Mitarbeiter (Sevakas) behandelt. Wie wenig Wertschätzung für viel Einsatz gezeigt wird und dass Selbstaufopferung nunmal dort an der Tagesordnung ist. Bei einem solchen riesigen Seminarbetrieb und so vielen unterbesetzten Teams sind Überstunden und Verausgabung vorprogrammiert. Wenig freie Zeit, keine Erholung kommt dazu. Man kann nicht wirklich seine eigene Meinung vertreten (ohne evtl. Gefahr zu laufen, rausgeschmissen zu werden). Es kocht, brodelt und gärt alles so vor sich hin. Lest mal den Artikel im Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/my/panorama/reise-leben/dunkles-geschaeft-mit-dem-yoga-boom-der-seelenfaenger/12490750.html?ticket=ST-4813905-zBf4cBrc79OiDwPLnCVD-s02lcgiacc01.vhb.de
    Auch wenn ein wenig zu überspitzt dargestellt, so steckt da auch viel Wahrheit drin.

    Gruß

  2. Rajapali on

    Liebe Betreiber der Plattform. Meinen zuvorigen Beitrag würde ich heute aufgrund aktueller Erfahrungen so nicht stehen lassen wollen. Da ich mich jedoch nicht neuerlich zum Thema äußern möchte, bitte ich meinen zurückliegenden Beitrag deshalb insgesamt als hinfällig zu betrachten und freue mich, wenn es möglich wäre, diesen bei Gelegenheit auch zu löschen. Sollte eine Löschung nicht möglich oder nicht beabsichtigt sein, ist dieser Erklärung mein wichtiger Hinweis im Hinblick auf das zuvor von mir geschriebene. Mit der Bitte um Verständnis für die Umstände,

    Vielen Dank,

    Rajapali

  3. Hmm,

    Jedem, der sich auch nur geringfügig in die Materie einarbeitet, wird sehr schnell klar sein, dass eine seriöse Yogalehrerausbildung in vier Wochen nicht möglich ist. Wenn eine Organisation damit wirbt, dann darf man das gerne für sich selber bewerten und sich dafür oder dagegen entscheiden.

    Viele Grüße

    Bernd

    Weitere Werbekommentare für Yoga Vidya werde ich kommentarlos löschen. Für grundsätzliche oder neutrale Beiträge lasse ich die Kommentaroption aber vorerst offen.

  4. Larissa on

    Ich hatte jetzt im Mai die vierwöchige Yogalehrerausbildung gemacht. Mehr mit dem Ziel für mich selber voran zu kommen. Es wurde ganz klar am Anfang gesagt, wer wirklich unterrichten will, sollte zwei Aufbaukurse für die Krankenkassenzulassung und tieferes Wissen belegen.

    Ich konnte in den vier Wochen keinerlei Abzocke feststellen. Wir hatten einen Hauptlehrer, der ziemlich streng und tough herüberkam, aber auch mit einer Menge Wissen und einem Studienabschluss (Musik, klassischer Tanz) glänzte. Die anderen Nebenlehrer hatten alle ihre Spezialgebiete (Meditation oder Asanas).

    Die Unterbringung für den Preis war gut. Wenn man es durchrechnet, ist es klar, daß der Verein auf Karma Yoga angewiesen ist (wird einem auch klar vor Antritt vermittelt).

    Das Essen war einfach super. Bioqualität und gut gekocht. Wenn eine Speise wirklich aus war (kam in den vier Wochen vielleicht dreimal vor), konnte man sich noch am Salatbuffet oder Brot usw. sattessen. Abwechslung war auch gegeben- nix von wegen eintöniger Getreidekram. Der Getreidebrei am Vormittag war einfach nur lecker, mit Honig dazu, war das immer meine tägliche Süßspeise 🙂

    Leute, die von dem Essen dort Magenschmerzen bekamen, konsumierten zu Hause völlig anders (also „normal“: fleisch-und tierproduktereich). Wenn man schon ein paar Jahre gesundes Essen gewöhnt ist, war man glücklich 🙂

    Ich hatte die erste Woche Magenschmerzen beim Essen von den vielen Leuten im Speisesaal. Als ich mich daran gewöhnt hatte und auch in den Schweigebereich zum Essen gegangen bin, war alles o.k.

    Mir hat es dort sehr gut gefallen und niemand wird genötigt oder gezwungen dort als Mitarbeiter anzufangen.

  5. Bernd on

    Hallo Robert,

    auf Beiträge, die sich über organisatorische Mängel oder schlechtes Essen aufregen, reagiere ich für gewöhnlich nicht. Ich denke die meisten Menschen können beurteilen, was „Rezensionen aus persönlichem Frust heraus“ sind und was substanziellen Kritik ist. Es tut nicht Not sich zu rechtfertigen, wenn jemandem das Essen nicht gepasst hat oder jemand die AGB nicht lesen kann.

    Allerdings möchte ich Werbung für Yoga Vidya nicht unkommentiert stehen lassen.

    Eine Yogalehrerausbildung misst sich nicht am Preis, sondern an der Qualität. Und die misst sich daran, was dabei herum kommt. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass es bei so einer Ausbildung neben einem soliden Grundlagenwissen auch um eine persönliche Weiterentwicklung gehen muss. Und bei allem Wohlwollen, das geht nicht in Vierwochenkursen. Man kann argumentieren, dass man in so einer Zeit eventuell Dinge anstoßen kann … aber Dinge zu festigen braucht einfach Zeit.

    Die meisten Verbände und z.B. auch die Krankenkassen setzen 2 Jahre voraus – mit gutem Grund.

    Darum kann ich an dieser Stelle nur raten: Wer sich für einen Kurs oder eine Yogalehrerausbildung interessiert, sollte
    – für sich klar haben, was sie/er damit machen möchte !!!!
    – welche Qualitätskriterien gelten eigentlich für einen Yogalehrer – wo sehe ich mich da?
    – wie sind meine Lehrer eigentlich qualifiziert? Welche Schule / spiritueller Hintergrund steht eigentlich dahinter? Wie stehe ich selber dazu?

    Mag sein, dass sich nach der nüchternen Beantwortung von solchen Fragen Menschen für Yoga Vidya entscheiden. Dann haben sie meine Hochachtung. Wenn sie nach Fragen von Preis, Essensqualität oder was auch immer anderes entschieden haben, frage ich nach, was für sie so eine Ausbildung bedeutet (und wie sie verantwortlich unterrichten wollen).

    Meine eigenen Kriterien für eine Entscheidung für eine bestimmte Ausbildung war nicht gekoppelt an eine bestimmte Institution, sondern für eine bestimmte Lehrerin, bei der ich 6 Jahre „gelernt“ habe. Die mich aber in Wirklichkeit in dieser Zeit intensiv nicht nur im Yoga begleitet hat. Ich habe zwar auch mit einem formalen Abschluss jetzt das Recht mich Yogalehrer BDY/EYU nennen zu dürfen, finde das aber in der Praxis nicht entscheiden. Und obwohl es nicht zentral war habe ich bewusst auch nach einer Ausbildung gesucht, deren Curriculum nachvollziehbar und offengelegt war. Das macht mir das Leben z.B. bei der Anerkennung meiner Kurse durch Krankenkassen, etwas leichter.

    Für mich ist das Lehrer / Schüler Verhältnis im Yoga extrem wichtig. Das kann mir keine Organisation bieten, nur eine bestimmte Person. Wenn das stimmt, dann würde ich auch einen Iyengar, Anusara, Yoga Vidya, Kundalini, Sivananda … Lehrer nehmen

    in dem Sinne

    Viele Grüße

    Bernd

  6. Robert on

    Hallo Bernd,
    tiefsten Respekt dafür, wie Du dich mit den zum Teil sehr aggressiven und manchmal auch unsachlichen Postings hier auseinander setzt.
    Yoga Vidya ist sicherlich nicht perfekt (und das System im Haus auch ncht für jeden Persönlichkeitstyp geeignet, obwohl auch der Tagesplan minutiös VORHER angekündigt wird!), aber ich hätte doch gerne von Allen, die sich hier so richtig über den Verein auslassen mal ein Beispiel einer besseren/günstigeren Ausbildung in vergleichbarem Umfang.
    In einer Szene, in der ein Seminarwochenende ohne Unterkunft und lediglich mit Teilverpflegung schnell mal 500 Euro kostet, sind vier Wochen Vollausbildung inkusive veganer Kost (wird so auch angekündigt und die Auswahl bei saisonalem Gemüse ist nun mal begrenzt)(im Übrigen liegt das mit dem Blähen am verkommenen Verdauungstrakt des Einzelnen, nicht an der Qualität des Essens) ab einem Komplettpreis (!!!)(im Zelt/Wohnwagen) von ca. 1900 Euro für die gebotene Qualität mehr als angemessen.
    Allen, die sich über den Tagesplan im Haus auslassen, empfehle ich daher mehr Aufmerksamkeit und Zusammenhangsdenken, bevor sie sich irgendwo anmelden. Allen, die nicht wissen, was sie von YV halten sollen: Es gibt auch Einführungswochenenden eben zum Kennenlrnen des Systems und nicht zuletzt sollte man mal in sich hineinhören („Erforsche deine Gefühle, junger Padawan“), welcher Art die inneren Widerstände sind, wenn man für eine gewisse Zeit aus der eigenen Komfortzone herausgerissen wird. Denn sich darüber aufregen, dass man dort nicht selber denken darf und dann nciht selber zu denken, wenn es angebracht wäre, klingt nicht nach der Bereitschaft, wirklich etwas zu ändern.

  7. Lisa on

    Habe eine Fortbildung in Bad Meinberg gebucht,bestätigt bekommen und bezahlt.fahrkarten gekauft und mein Geschäft für eine Woche geschlossen. Zwei Tage vor Beginn eine kurze Mail .Kurs abgesagt, das bezahlte Geld kann gerne für einen anderen Kurs stehen bleiben! Unglaublich Unprofessionalität Frech! Bin unglaublich wütend auf Yoga Yidya

  8. Beatrix on

    Hallo,
    Wie innen so außen, alles was du erlebst ist eine Projektion deines Geistes.

    Om Shanti

  9. Karin on

    Hab bisher nur negative Erfahrungen mit Yoga Vidya gemacht. Habe 90 Euro für den Kurs in Frankfurt bezahlt und mir wurde versichert, dass die Krankenkasse die kosten teilweise übernimmt. TKK hat mir bestätigt, dass die Schukle zertifiziert sei. Aber mein Antrag wurde von der KK abgelehnt, mit der Begründung, der Lehrer Joachim besitze nicht die nötigen Qualifikationen. Die Leute da machen generell einen verpeilten und aggressiven Eindruck, kein Wunder wenn sie für Essen arbeiten! Die Kollegin am Empfang, sagt sie habe keine Ahnung, berät aber die neuen. Auf die Frage, warum sie nicht darauf hingewiesen hat, dass nicht alle Lehrer geforderte Qualifikationen benötigen, meinte sie, ich sollte das selber wissen und mit KK klären. Da frag ich mich, was ist der Sinn der Beratung. Die Schulleiterin Mariya meinte auch, das wäre meine Schuld, ich hätte gute Beratung bekommen und bisher habe sich keiner beschwert.
    Im Nachhinein habe ich erfahren, dass ich als Schwangere manche Übungen gar nicht machen sollte, das hat mir aber keiner gesagt.
    Also echt komischer Eindruck und den Spass am Yoga ordentlich versaut.

  10. Maraelle on

    Nach meinem Aufenthalt im Yoga yidya Bad Meinberg kann ich Anja nur 100% zustimmen. Auch bei uns war das äußert stark gewürzte, total blähende Essen sehr knapp, jeden Tag dasselbe und echt das Sparprogramm, Marke billig billig.
    Die Yoga Kurse desselbe – gerochen hat s wie bei den Stinktieren. Höhepunkt ist u.a. der PC Raum im Keller, muffig, kalt und winzig, klar soll sich keiner wohlfühlen. Aber das konnte man in den Yoga Räumen auch nicht, kalt war’s u die Heizungen ließen sich nicht anstellen. Meine Mitreisenden sind vor Hunger in die Kneipe und haben dort gegessen und TV geschaut, nirgendwo ein Fernseher für mal die Nachrichten oder Fußball ist echte Steinzeit und das für gut zahlende Individualgäste?!?
    Als langjährig Yoga praktizierende konnte ich meine Bekannten dann beruhigen, dass es nicht normal ist, was dort in einer Anfänger Std verlangt wurde. Grob fahrlässig würde ich es bezeichnen, dass in den kalten Räumen sofort mit dem Sonnengruß begonnen wurde, ohne Aufwärmung, ohne Frage nach Verlusten. Wer kann als Ungeübter (älterer) Mensch sofort den Fuß zwischen die Hände stellen? Wer kann den Hund auf Anhieb? das wurde ignoriert, einfach das Programm , die Reihe wie vorgesehen- durchziehen.
    Da bin ich sehr dankbar, dass ich in vielen Jahren wunderbar ausgebildete Yogalehrer hatte, die keinen je überfordert haben und trotzdem viel vermittelt haben. Keiner kam von Yoga yidya – zum Glück. Die ziehen dort ohne Variationen das Programm durch.
    Ich sehe YV auch als Wirtschaftsunternehmen mit Hang zum Gigantismus (neues Zentrum im Allgäu) flächendeckende „Versorgung“ – es macht mir bisschen Angst. Aber glücklicherweise bieten außer Yogastudios die Fitness Studios und Volkshochschulen Yoga an und das sollten die Menschen bevorzugen.m

  11. Christian on

    Hallo Bernd,

    das ist alles schön und gut und auch ok. Auch ich mag simple tätigkeiten wie putzen und Kartoffeln schälen oder kochen sehr gerne. Und für jemanden, der wenig Geld hat und trotzdem Yoga praktizieren oder professionell erlernen möchte, mag das alles schön und gut sein – ein (fast) fairer Deal… wäre da nicht die Problematik, die sich immer dann ergibt, wenn viele Menschen unter einem (spirituellen) Dach zusammenleben!

    Ein Verein, der 3 Millionen Umsatz im Jahr macht und sich ausbreitet wie sonst noch was, MUSS bzw. SOLLTE jedem normalen Menschen zumindest suspekt sein.

    Es ist (gerade in der „spirituellen“ Welt) sehr wichtig, mit klarem Blick und gesundem Menschenverstand zu prüfen, was abgeht. Viel zu viele Menschen sind naiv, psychisch labil und leicht manipulierbar und lassen sich so sehr leicht als billige Arbeitskräfte ausnutzen!

    Es ist alles sehr subtil und kaum beweisbar – aber wer mit offenem Geist und gesundem Menschenverstand (nochmal) an solche Sachen rangeht, kann die Wahrheit erkennen – was auch immer diese sein mag.

    Ich für meinen Teil bevorzuge, mein Sadhana (spirituelle Praxis) fernab von Vereinsgeklüngel und Massenangeboten durchzuziehen; ganz normal im normalen Alltag – denn da ist der ‚Ort‘ wo es drauf ankommt.

    Jeder muss leben (auch ein Yogalehrer) – auch gegen Spenden ist nichts zu sagen… aber es gibt so manche Vereine, da schwigt ein schlechter Beigeschmack mit… und dies soll und muss jeder für sich selber prüfen!

  12. Bernd on

    Hallo Christian,

    Mitarbeit im Haus gehört nicht nur in Ashrams oder überhaupt in der Yogawelt „dazu“. Auch in christlichen Meditationshäusern wird das praktiziert.

    Das macht diesen „Dienst“ zwar auch nicht zum Karma Yoga – das ist und bleibt eine innere Einstellung – sondern ist auch eine kalkulatorische Größe, die sich auf den Preis niederschlägt. Das wird in den mir bekannten Häusern (nicht Yoga Vidya) auch so kommuniziert. Das würde ich nicht als Abzocke bezeichnen. Erst dann, wenn es nicht sauber kommuniziert wird, wird eine Abzocke daraus.

    Wenn man sich auf einen spirituellen Weg begibt oder mal eine Weile „Auszeit“ nimmt, sind mir diese Dienste im Haus allerdings auch hoch willkommen. Sie lenken den Blick auf ganz andere Dinge. Kartoffelschälen kann ein sehr meditatives Erleben sein. Vor allem wenn man vielleicht den ganzen Tag sonst mit hochgeistigen Dingen beschäftigt oder auf dem Meditationshocker ganz dem Versuch der Versenkung hingegeben ist.

    Wenn es mir einen günstigeren Preis bietet, dann hat dieser Dienst gleich auch noch eine andere Bedeutung. Er macht es mir unter Umständen überhaupt erst möglich überhaupt in so einem Haus einzukehren.

    Viele Grüße

    Bernd

  13. Christian on

    Das in der Yogawelt so weit verbreitete ‚Karma Yoga‘ gehört zu den größten Betrügereien. Letztlich handelt es sich um Abzocke naiver Menschen, die als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Alles im Namen der sogenannten ‚Erleuchtung‘ und des ’selbstlosen‘ Dienstes!

    Dies ist jedoch auch in indischen Ashrams der Fall – trotzdem ist es eine Frechheit.

    Karma Yoga ist in Wirklichkeit eine geistige Einstellung, die eigenen Handlungen an Gott zu übergeben, da man zwar alles tun kann, aber die Ergebnisse dieser Taten nicht in der eigenen Hand liegen. Das hat NULL KOMMA NIX mit putzen, Kartoffeln schälen oder sonstigen Diensten zu tun.

  14. Eine sehr interessante Seite und sehr viele interessante Beiträge, danke schön.
    Grundsätzlich denke ich, dass jeder Mensch ja einen Verstand und ein Gefühl für das hat, was ihm gut tut. Und man danach auch entscheiden und handeln sollte.
    Yoga ist wunderbar, und die passende Gruppe und der passende Lehrer findet sich, wenn man sich ein bißchen umschaut.
    Von der Yoga Vidya Ausbildung habe ich Positives gehört, und ich denke nicht, dass man alle Lehrer und Lehrerinen verallgemeinern kann. Grundsätzlich ist mir Yoga Vidya für mein Lebensgefühl vom ersten Eindruck her, zu sehr Ashram. Für den einen mag das passen, für den anderen nicht.
    Von dem Unterricht zum Yogalehrer mach ich mir ein eigenes Bild und werde probeweise daran teilnehmen, was für den Yoga Vidya Centerleiter hier vor Ort auch völlg in Ordnung ist. Und mich dann erst entscheiden, ob ich dort bleiben und dort lernen möchte.
    Wenns nicht passt, dann nicht.
    Ich finde, dass man mit offenen Augen Institute besuchen und Unterrichte wahrnehmen sollte bevor man die Entscheidung trifft sich auf so eine Ausbildung einzulassen.
    Das kann einem viel Ärger und ungute Gefühle ersparen.

  15. bjarni on

    Hallo Anja,
    Danke für deine klaren Worte und Wiedergabe der Eindrücke deinerseits ! Dazu muss wirklich nichts mehr gesagt werden ! Bin echt froh, dass ich meine Yoga Ausbildung woanders machen kann; selbstverantwortlich und kreativ ! Ich danke dir für diese sehr eindeutige Empfehlung !
    LG Bjarni

  16. Anja Koetzle on

    War vor ein paar Wochen bei Yoga Vidya und es war eine Frechheit!!! Hier steht der kapitalistische Gedanke im Vordergrund!
    Die Yogaräume waren völlig überfüllt, haben dementsprechend gerochen und als Individualgast konnte ich teilweise nicht an offenen Kursen teilnehmen, das diese voll waren. Auch das Essen ist öfter ausgegangen. Für ein Einzelzimmer habe ich mehr als 70€ am Tag bezahlt, was ich jetzt kein Schnäppchen bezeichnen würde. Dafür konnte ich mich wie an der Uni selber um irgendwelche Kurse kümmern, die dann viel zu voll waren. Zum Essen gab es so gut wie immer das selbe. Salate und Getreidesorten. Auch die vegetarische oder vegane Küche kann schmecken, was einem da aber serviert wird ist das absolute Sparprogramm. Früher soll es noch einen Nachtisch gegeben haben, der wurde aber wegrationalisiert. Nachdem ich und viele andere Teilnehmer sich beschwert hatten brach ich meine Urlaub nach 3 Tagen ab. Obwohl ich als Individualgast keinen Kurs gebucht hatte und den Urlaub wegen mangelnder Leistung abgebrochen habe hat Yoga Vidya sich geweigert mir das bezahlte Geld für die restlichen 3 Tage zurückzubezahlen. Für 70€ am Tag wurde dann von mir auch noch erwartet, dass mich mein Zimmer selber Endreinige. Bei Yoga Vidya zählt eindeutig die Quantität und nicht die Qualität! Alles sehr clever unter dem Deckmantel der Gemeinschaft organisiert. Die Gäste werden zu KarmaYoga gebeten und so spart Yoga Vidya ein Haufen Geld für Angestellte. Für mich war der Besuch reine Abzocke! Nicht zu empfehlen!

  17. Gesa on

    Ich finde es beängstigend wie Yoga Vidya sich ausbreitet. Die Leute sind bestens darin ausgebildet mit ihren ausgefeilten Marketinkonzepten und Dumping-Angeboten, alle anderen Yogalehrer vom Markt zu verdrängen. Sie sehen Yogalehrer anderer Traditionen nur als Konkurrenten und keinesfalls als Kollegen mit denen man auch einen kollegialen Umgang pflegt. Zusammenarbeit mit anderen Berufsverbänden kann ich nicht nach vollziehen, meiner Meinung nach wurde der BDY eher für Werbezwecke mißbraucht.
    Das Mitarbeiter von Vidya ausgebeutet werden hat für mich eindeutigen Sektencharakter.
    Ich finde es jedenfalls sehr schade, daß es dank Yoga Vidya beim Yogaunterricht nur noch um Profit gehen soll.
    Gesa

  18. Bernd on

    Hmm Elena,

    Ich habe den Hinweis auf den Zeitungsbeitrag frei geschaltet, muss aber darauf hinweisen, dass ich da keinerlei Zusammenhang mit deinen ersten Beitrag sehe. Auch schreckliche Dinge passieren – das hat weder etwas mit Yoga Vidya noch mit deinem Thema zu tun.

    In deinem ersten Beitrag häufen sich einige Unterstellungen, die nicht belegt und wohl auch nicht belegbar sind. Wer entscheidet, wer wahres Wissen hat? Was ist eine wirkliche Verbindung zu Gott? Was ist ein echter Lehrer und was ein Guru?

    Mir sind auch Organisationen, die mit Wissen oder Wahrheit firmieren deutlich suspekt. Weil ich davon überzeugt bin, dass niemand dieses Wissen wirklich hat – und wenn, davon bin ich überzeugt, würde er nicht so firmieren. Wenn Menschen sich im Besitzt von Wahrheit und Wissen wähnen, ist der Weg in den Dogmatismus nicht weit. Menschen neigen dann dazu die Welt in schwarz und weiß einzuteilen, gut und böse, für mich und gegen mich. Das hat mit echter Wahrheit oder Erkenntnis nichts zu tun sondern sagt in meinen Augen viel über den Umgang mit dem Begriff „Wahrheit“ aus.

    Und nach meinem Lehrer/Schüler – Verständnis kommt es auf des Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler an. Ob der Lehrer „erleuchtet“ ist, ist dabei eher nachrangig. Aber er muss meinem Bestreben eine Richtung geben können, die meine geistige Entwicklung befördert. Und ob in einem Lehrer/Schüler Verhältnis Geld fließt, weil der Lehrer z.B. seinen Lebensunterhalt nicht anders finanzieren kann, ist eine Entscheidung, die zwischen Lehrer und Schüler fällt.

    Übrigens ist meinem Verständnis nach der Yogalehrer der seinen Kurs unterweist noch lange kein Lehrer im engeren Sinne. Da gefällt mir der Begriff Instrukteur weitaus besser. Erst wenn Yogaschüler und Yoga“lehrer“ eine Verständigung darüber eingehen, was sie über das Kursgeschehen hinaus noch weiter tun, wird das zu einer Lehrer/Schüler Beziehung.

    In diesem Sinne: Beurteilt mit Verstand!

    Bernd

  19. Elena on

    Liebe Sucher!
    Auch ich hatte „das Vergnügen“ die 2-jährige Ausbildung bei Yoga Vidya zu machen.
    Erst später verstand ich, dass es sich gar nicht so nennen darf. „Vidya“ bedeutet Wissen. Und was dieser Verein verbreitet, ist alles andere als Wissen!
    Man kann vielleicht als Krankengymnast etwas mehr Geld verdienen, wenn man nach dieser Ausbildung Hatha-Yoga Kurse anbietet, aber für wahre Sucher ist es der Irreweg!
    Weder der Gründer noch jemandsonst in diesem Verein hat wirklich Ahnung, was wahres Wissen bedeutet.
    Keiner von diesen Damen und Herren hat die Selbstverwirklichung erhalten, keiner hat die wikliche Verbindung zu Gott aufgebaut, von daher dürfen sie sich auf keinen Fall Guru nennen und ihre Interpretationen an die Wahrheitssuchenden weitergeben.

    Sowas nennt man FALSCHGURUS. Sie sind nicht an spirituellem Wachstum interessiert. Sie machen nur ein Geschäft. Und was noch schlimmer ist, und vielleicht ist es ihnen gar nicht richtig bewusst, verderben sie die Sucher mit ihren falschen Konzepten so tief, dass viele den richtigen Weg nicht mehr erkennen können.

    Ein wahrer Guru verlangt niemals Geld für sein Wissen, da er weiß, dass das Wissen allein Gott gehört, und er als Guru auf diese Erde von Gott geschickt wurde, um dieses Wissen zu verbreiten. Ein Wahrer Guru ist niemals an Geld interessiert! Er ist frei von diesen Wünschen.
    Da wir, Westler, es gewohnt sind, für alles bezahlen zu müssen, haben solche Falschgurus einen großen Erfolg hier.

    Wir treten jetzt in Satya-Yuga ein, was das Zeitalter der Wahrheit bedeutet. Alle Unwahrheiten kommen ans Licht. Alles Falsche wird entblößt. Das ist Gottes Arbeit und Sein Wille.
    Ich kann nur jeden ermutigen, hier seine Erfahrungen zu schreiben, und somit Instrument Gottes werden, damit die Wahrheit schneller an die Massen kommt.

  20. Narahari on

    ein interessanter Bericht über die Lehrerausbildung im Spiegel online:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,827345,00.html

    mein Leserbrief dazu:

    Hallo,

    Danke für den Bericht über die Yogalehrerausbildung bei Yogavidya. Auch ich habe mich auf das Wagnis eingelassen, wenn auch in einem anderen Rahmen, nämlich als 2-jährige Ausbildung mit wöchentlichen Stunden und Wochenendseminaren. Beim Lesen der Zeilen habe ich mich so sehr wiedergefunden und kann sehr gut nachempfinden, wie es dem Autor gegangen sein dürfte. So manches Mal habe ich wirklich gedacht, daß ich mich in einer merkwürdigen Sek-te befinde, die im Grunde nicht daran interessiert ist der Wahrheit verpflichtet zu sein, sondern eher dem Konzept, daß sie sich selbst als Korsett gesetzt hat. Kritik, Antithesen oder Analysen sind unerwünscht und werden barsch abserviert. Hinzukommen eine unfundierte Präsentation von Philosophie ohne Liebe zu Wahrheit, was Philosophie in ihrem ureigenen Sinne ja ist. Weiter werden teilweise Mantren gesungen, die frei zusammengesetzt wurden und so in keiner Tradition Indiens zu finden sind. Was wirklich gut ist bei Yogavidya ist der praktische Teil, wenn es um die Asanas und die Pranyama geht. Hier habe ich wirklich das Gefühle gut aufgehoben zu sein. Ansonsten kann ich diese Ausbildung wirklich niemanden empfehlen. Sicher findet bei jeder Begegnung mit Yoga und Meditation auch eine „Reinigung“ statt, aber man braucht sich nicht das Gehirn mit Fehlkonzepten verunreinigen lassen und wenn man dies sagt, wird einem noch das Totschlagargument „Egoreinigung“ um die Ohren geballert. All das ist ein Anschlag auf jeden aufgeklärten Menschen, der die Freiheit nutzt für sich selbst zu denken und sich nicht von totalitären Systemen unterkriegen lassen will. Yoga-vidya präsentiert sich oberflächlich als offen, aber wer sich mit spirituellen Gruppen auskennt, merkt sehr schnell, wie eng gestrickt die Gruppe ist.

  21. Bernd on

    Ich freue mich über diesen Kommentar und Richtigstellung, da ich lange mit mir gehadert habe, ob ich den Beitrag von Oscar stehen lassen kann. Da ich davon ausgehe, dass jetzt jede Seite ihren gebührenden Raum gefunden hat, hoffe ich auf eine gewisse Ruhe in der Auseinandersetzung.

  22. Als Gründer und Leiter von Yoga Vidya möchte ich ein paar Anmerkungen machen zu dem oben Gesagten. Es macht mich immer wieder traurig, dass manche Menschen Vorbehalte gegen Yoga Vidya haben, oft vermutlich wegen seiner Größe, oft ohne Yoga Vidya zu kennen. Wir versuchen, wo immer wir können, darauf einzugehen, Vorbehalte auszuräumen. Wir bemühen uns sehr um Austausch mit anderen Yoga Übenden. Wir arbeiten zusammen mit anderen Yoga Verbänden. Wir laden in unsere Yoga Kongresse Referenten aus anderen Traditionen ein. Und wir freuen uns immer über Kritik – so können wir lernen. So gibt es bei unseren Seminaren eine ausgesprochene Feedback-Kultur. Unser Anliegen ist menschliche Kontakte zu pflegen. Durch Austausch können Menschen voneinander lernen. Unser Anliegen ist es, dass die spirituellen Menschen, Yoga Übenden und ökologischen Traditionen respektvoll miteinander umgehen. Es wäre schön, wenn unter spirituellen Menschen Friede herrschen könnte. Wo immer Menschen zusammen leben, passieren Fehler, menschelt es, werden menschliche Schwächen sichtbar. Natürlich auch bei den Mitarbeitern, Yogalehrern und ehrenamtlichen Mithelfern bei Yoga Vidya. Wer Yoga übt, will ja an sich arbeiten und erhebt nicht den Anspruch, irgendwo besonders weit zu sein. „Zen-Geist ist Anfänger-Geist“, sagte mal der Zen-Meister Suzuki und meinte damit, man soll immer neugierig sein, immer bereit sein, dazuzulernen. Das trifft auch auf den „Yoga-Geist“ zu, meine ich.
    Der zitierte Zeitungsartikel (hier im Blogkommentar ohne Quellenangabe) hat grobe Fehler und ist deshalb von der Zeitung längst vom Netz genommen worden. Leider wird er immer wieder im Internet zitiert. Hier nur zwei Beispiele von Fehlern im Artikel: (1) Ich habe kein Werk geschrieben mit dem Titel „Die Früchte negativer Gedanken“, auch kein Werk mit einem auch nur ähnlichen Titel. Daraus allein kann man die „Qualität“ der journalistischen Recherche dieses Artikels sehen. (2) Wir wurden vom Landesarbeitsgericht zu nichts verpflichtet. Vielmehr haben wir uns mit der ehemaligen Mitarbeiterin gütlich geeinigt. Weitere Details möchte ich hier nicht aufzählen – der Fall liegt ja auch schon ein paar Jahre zurück.
    Es tut mir leid, wenn Oscar keine kompetente Auskunft erhalten hat, wie sich der Preis der Yoga Vidya 2-Jahres-Ausbildung zusammensetzt. Normalerweise sollten solche Fragen per Telefon oder per Email richtig beantwortet werden. Ich möchte um Entschuldigung bitten, dass Oscar da keine kompetente Antwort erhalten hat. Wenn Oscar sich weiter dafür interessiert, würde ich mich über eine Email freuen (sukadev(at)yoga-vidya.de) . Und auf unseren Internetseiten sind diese Infos auch zu finden. Nur eines hier: Der Preis unserer Ausbildungen beinhaltet immer auch Unterkunft und Bio Vollwertverpflegung.

  23. Oscar on

    Hallo Bernd,

    man braucht nicht umbedingt Kontakt zum „inneren Zirkel“, um die Masche von „Yoga Vidya“ zu erkennen…

    Es reicht vollkommen, wenn jeder Einzelne seinen Verstand einschaltet, und er wach und sensibel gegenüber diesen Leuten bleibt!

    Und die „bezahlbaren Yoga-Kurse“ sind nur der Einsteiger für Neue, richtig Geld wird gemacht mit den „Ausbildungen“ und „Weiterbildungen“.

    Wenn zum Beispiel eine „2-Jahres-Ausbildung“ zum Yoga-Lehrer, bei „Yoga-Vidya“ 3840 Euro kosten soll, dann finde ich, ist dies viel Geld!

    Aber wenn mir auf Nachfragen niemand von „Yoga-Vidya“ sagen kann, wie sich der Preis von 3840 Euro für die „2-Jahres-Ausbildung“ genau zusammensetzt, dann finde ich, ist dies ganz schwach und zeigt den unseriösen Charakter von „Yoga-Vidya“ deutlich auf !!!

    Ganz abgesehen davon, werden viele Menschen bei „Yoga Vidya“ einfach nur ausgenutzt, in dem sie dort für wenig Geld oder gar kein Geld arbeiten!

    Mir ist ein Sachverhalt von einer Frau bekannt, die lange Zeit in der „Yoga-Vidya-Organisation“ tätig war und die von „Yoga-Vidya“ total ausgebeutet wurde (Zitat):

    Hagen. Eigentlich dient Yoga der Entspannung – das Gebaren des bundesweit agierenden Vereins „Yoga Vidya” eignet sich eher zum Aufregen.

    Dort arbeitete Angelika R. (55) aus Hagen unter dem hindu-göttlichen Namen „Saraswati” für 4,67 Euro die Stunde. Ein Fall für das Landesarbeitsgericht.

    „Sukadev Bretz” ersann das „Yoga Vidya”, das seinen Anhängern „die Erfahrung des Unendlichen” bringen soll. Der Verein betreibt drei Seminarzentren, bietet jährlich über 1600 „ganzheitliche Kurse” an und ist durch Partner in über 50 deutschen Städten vertreten.

    Angelika R. aus Eppenhausen ist eine beigeisterte Yoga-Anhängerin. Deshalb ließ sie sich zur Yoga-Lehrerin ausbilden. 2006 entschied sie sich dann, in Horn-Bad Meinberg (Ostwestfalen) für den Verein „Yoga Vidya” zu arbeiten. Die Hagenerin nahm den spirituellen Namen „Saraswati” (nach der hinduistischen Göttin für Weisheit und Gelehrsamkeit) an und bezog ein Zimmerchen im „Ashram” der Yoga-Gemeinschaft.

    Als „Teamleiterin für Zahlungsverkehr” hatte Angelika R. eine 42-Stunden-Woche, und mehr.

    Doch: „Überstunden werden nicht erstattet”, heißt es dazu in den Vertragsklauseln des Vereins, „der Arbeitsvertrag bildet die Basis für ein einfaches Leben in einer spirituellen Gemeinschaft und erhebt keinen Anspruch auf einen Vertrag zu marktüblichen Bedingungen.” Fürwahr. Beim mickrigen Stundenlohn von 4,67 Euro könnte man es glatt „Schuften für Gotteslohn” nennen.

    „Das ist grob sittenwidrig”, schimpft Anwalt Hans-Joachim Kirchhoff (Detmold) über das Vertragswerk des Yoga-Vidya-Vereins, den er, bei gut dreieinhalb Millionen Euro Umsatz im Jahr, als „gewinnorientierten Wirtschaftskonzern” einstuft.

    Zum Eklat war es im Yoga- Vidya-Seminarhaus gekommen, als Angelika R. im Mai 2008 ein paar Tage Urlaub machte und in dieser Zeit ihren Mischlingshund Samy einer Yoga-Kollegin überließ. Die, wie sich erst im Nachhinein herausstellte, offenbar psychisch kranke Hundesitterin, muss das Tier dann schwer misshandelt haben: „Samy hatte Schwellungen am ganzen Körper, wirkte völlig apathisch. Eine Tierärztin attestierte, der Hund sei derbe verprügelt worden.”

    Als Angelika R. einen Anwalt einschaltete, um die Tierquälerei in den eigenen Reihen aufzuklären, war sie für den Yoga-Verein schlagartig nicht mehr tragbar. Die Teamleiterin wurde fristlos an die frische Luft gesetzt. Yoga-Meister „Sukadev” Volker Bretz erklärt milde warum: „Weil große Angst vor einer Prozesslawine herrschte und interne Streitschlichtungsversuche keinen Erfolg brachten. Wir sind nun mal eine spirituelle Gemeinschaft.”

    „Trotzdem gilt das Kündigungsschutzgesetz auch bei Ihnen”, hielt Vorsitzender Richter Günter Marschollek dem Yoga-Guru entgegen. Vor der 18. Kammer des Landesarbeitsgerichts in Hamm verpflichtete sich der Yoga-Vidya-Verein, 15 000 Euro Abfindung an seine ehemalige Beschäftigte zu zahlen.

    Auf dem Gerichtsflur reagierte „Sukadev” Volker Bretz leicht gereizt, als Angelika R. noch Fragen von Journalisten beantwortete. Jetzt möge „Saraswati” doch bitte Frieden schließen.

    Der Yoga-Vidya-Ersinner kennt sich im Thema aus. Von ihm stammt das Werk „Die Früchte negativer Gedanken.”

    Soweit dieser Fall.

    Ich denke, weitere Erörterungen erübrigen sich!

    Gruß,

    Oscar

  24. Bernd on

    Hallo Oscar,

    ich habe aufgrund deines Kommentars meine eigenen Haltung noch einmal überdacht. Gerade in den letzten Jahren habe ich recht viel Kontakt zu Menschen, die bei Yoga Vidya Ausbildungen oder Weiterbildungen gemacht haben, habe aber keinen Kontakt zu den „inneren“ Zirkeln. Viele schätzen Yoga Vidya, weil Kurse dort bezahlbar sind. Die tatsächliche Qualität kann ich nicht beurteilen.

    Was in mir persönlich Unbehagen erzeugt ist die tatsächliche Allgegenwart von Yoga Vidya verbunden mit dem schon im Namen liegenden Absolutsheitsanspruch. Mit der nach außen dargestellten Spiritualität kann ich weiterhin nicht viel anfangen. Mein Verständnis von Yoga ist nicht an bestimmte Rituale gebunden.

    Viele Grüße

    Bernd

  25. Oscar on

    Hallo Bernd,

    ich habe mir mal Yoga Vidya näher angesehen und kann vor diesen Leuten nur warnen!

    Die verkaufen sich nach außen hin „als spirituelle Gemeinschaft mit edlen Zielen“, aber das ist nur Fassade. In Wirklichkeit sind das Abzieher…

    Gruß,

    Oscar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.