„Blog Action Day“ trifft Yoga – Das Selbst und die Änderungen in der Welt

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Fast bin ich schon versucht eine Text der letzen Woche an diese Stelle zu setzen. „Wie helfen – meditieren für den Weltfrieden“ passt sehr gut zu diesem Thema, aber auch „Die Welt verbessern – so geht das!!! – oder?„.

Im ersten Beitrag geht es vor allem darum die inneren Kräfte zu Aktionen frei zu setzen. Der zweite Beitrag will die Dinge ohne Vorhang zu sehen, sie also ‚richtig‘ zu erkennen. Das führt über die Selbsterkenntnis zur Freiheit des Handelns. Sicher gute Ziele und Ideen, die aber für sich genommen nicht zwangsläufig zu einem besonderen Umgang mit der Umwelt führen müssen.

Beim Üben von allgemeiner Entspannung und dem Yoga im Besonderen geht es immer darum Änderungen zu beginnen oder fortzuführen. Das höhere Ziel ist immer die Ruhe, also das tiefe persönliche Erfahren. Was aber nie völlig alleine geht. Immer gehört zur Übung und Praxis auch der Umgang mit dem Außen. Ohne Umwelt geht Leben nicht. Weder das biologische, noch das geistig spirituelle.

Die Yogasutren des Patanjali waren (und bleiben auch) unterschwellig schon immer ein Thema auf diesem Blog. Nie habe ich allerdings hier eine Übersicht über diesen historischen Yoga-Text gegeben. Das werde ich auch jetzt nicht detailliert tun. Ich verweise zu Einzelheiten des Yogaweg des Patanjali auf die gute alte Wikipedia , die hier zwar in diesem Moment nicht viel, aber das Wesentliche zu bieten hat. Der Überblick ist:

yogaweg-patanjali

In den Yogasutren wird ein Yoga-Weg beschreiben, der über acht Stufen zur ‚Verwirklichung des höheren Selbst‘ führt. Die Basis dieses Weges sind die yama, Verhaltensregeln die den Umgang mit dem Außen, also auch der Umwelt, beschreiben.

Die yama sind:

  • ahimsa – Gewaltlosigkeit, die Vielfalt aller Dinge respektieren
  • satya – Wahrhaftigkeit, ein „Leben im Rückhalt der Wahrheit“.
  • asteya – Verzicht auf das Verlangen zu nehmen
  • brahmacarya – Mäßigung, ins Gleichgewicht zwischen den entgegengesetzten Dingen kommen
  • aparigraha – Begnügen mit dem Lebensnotwendigen

Wenn man diese yama betrachtet dann komme jedenfalls ich schnell zu dem Schluss, dass Yoga zu einem schonenden Umgang mit der Umwelt führen muss. Die Voraussetzung ist, dass man sich auf den Weg begibt. Mäßigung, Verzicht auf Überflüssiges und schonender Umgang sind Qualitäten, die die Grundlagen auch für schonendes Umweltverhalten legen. Der Yogaweg, der eigentlich auf das Selbst zielt, führt zwangsläufig zu einem schonenden Umgang mit der Umwelt. Ganz ohne weitere Verrenkungen geistiger oder anderer Art. Einfach Yoga praktizieren und ins Leben holen, das ist schon mal ein guter Einstieg.

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One reply on “„Blog Action Day“ trifft Yoga – Das Selbst und die Änderungen in der Welt”

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