Wie helfen – meditieren für den Weltfrieden?

Claudia hat gestern einen nachdenklichen Beitrag darüber geschrieben wie man helfen kann, wenn es um das Elend in der Welt geht. „Free Burma“ ging die letzten Wochen durch alle Medien und auch die Bloggerlandschaft. Die letzten Beiträge, die ich darüber gesehen habe gingen mehr in Richtung technische Auswertung der Aktion denn in wirkliche Hilfe. Da feiert sich die Blogssphäre dann mal wieder selbst.

Der Entspannungsblogger in mir sagt: „Du bist nicht für alles Elend der Welt verantwortlich. Willst Du etwas ändern, dann beginne bei Dir und ändere Dich zuerst selbst.“

shaolin-moenchAlso, war es das? Problem gelöst mit meditieren für den Weltfrieden?

Wohl kaum. Viele tausend buddhistische Mönche werden in Burma sicher eine tiefere Meditationstufe erreicht haben, als ich das vermutlich jemals selber in diesem Leben erreichen werde. Aber auch diese Mönche müssen auf die Straße gehen, wenn sie etwas erreichen wollen. Aus der kontemplativen Lebensweise kommt die persönliche und in dem Fall auch gesellschaftlich anerkannte Macht, die die Aktion überhaupt erst möglich macht.

Das ist mir die eigentliche Lehre.

Das ständige Üben von Yoga oder Meditation, überhaupt jeder Technik, die zu mehr Klarheit im Geist und in der Lebensführung(!) führt hat zur Folge, dass Leben bewußter wird. Mir scheint es so, als führt das in der Mehrzahl der Fälle zu einer höheren Aufmerksamkeit auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber. Selbst von Menschen in der Yogaszene von denen mir bekannt ist, dass sie am liebsten eine Höhle in den Bergen beziehen würden, um als Einsiedler die persönliche Erleuchtung zu suchen erweisen sich als Menschen die ein Patenkind in Afrika sponsern.

Um mich einmal ganz tief aus der Mottenkiste der Klischees zu bedienen: Der entspannte, in sich selbst ruhende, spirituell erfüllte Mensch der sich seiner bewußt ist, nimmt eine soziale Verantwortung eher wahr als jemand anders. Und er kann das mit einem ganz anderen Engagement als jemand der völlig unsicher durch sein Leben schlingern.

handÜbrigens bin ich mir sicher, dass ein eigenes soziales Engagement auch positiv für das eigene geistige Leben ist. Karma-Yoga, der Yoga des richtigen Handelns der verlangt die Dinge nicht nach dem eigenen Willen, sondern nach den tatsächlichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten zu tun, hat genau dieses Ziel.

Meditieren für den Weltfrieden macht alleine diesen Frieden noch nicht. Aber diese Meditation kann in mir die Kraft freisetzen, dafür in Aktion zu treten.

Darum macht diese Meditation Sinn.

Alltags-Bluemchen

Claudia ruft zu einer Spendenaktion auf, die Hilfsprojekte in Kambodscha unterstützen soll. Hier dürften sich in auch Zukunft weitere aktuelle Infos zu diesem Thema finden.

fotos: florianwimmer1 / photocase.de – dieses Bild eines Shaolin-Mönches der über die Alpen schaut wollte ich schon immer hier unterbringen, seit ich es vor Monaten gesehen hatte. Jetzt habe ich endlich einen Platz dafür gefunden.
greg / fotolia.com


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  2. Och Claudia, ich fand das schon recht konkret. Zwar nicht für ein ganz bestimmtes Projekt, aber ganz sicher für ein allgemeines Engagement.

  3. Herzlichen Dank, Bernd! Noch hab‘ ich allerdings nicht zu konkreten Spenden aufgerufen, denn zunächst will ich mögliche Projekte und Träger-Initiativen checken und sie dann den Lesern vorstellen. Das dauert noch ein paar Tage, kommt aber bestimmt! 🙂

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