Am Anfang des Tages

morgenstimmungDa wacht man auf und gleich hängen die Gedanken an den Dingen, die noch zu erledigen sind. Was im Job, in der Familie, privat und für andere noch aussteht. Telefonate, die zu führen, Einkauflisten, die zu erledigen, Projekte zu beenden oder überhaupt erst zu beginnen sind … wie soll man so einen Tag überstehen?

Decke über den Kopf ziehen und noch ’ne Runde schlafen? Das erledigt auch nichts. Aufspringen, lospreschen … nur um (vielleicht?) am Abend festzustellen, dass vor lauter Aktionismus zwar immer noch genügend Aufgaben übrig sind, aber man selbst ausgelutscht und leer ist.

Heute morgen habe ich auf dem Übungsblatt der Yogaschule Stuttgart (Rückseite) einen Hinweis von Thich Nhat Hanh gelesen: Im Alltag jagt unser Geist tausend Dingen nach und wir verlieren den Kontakt zu uns selbst. Durch bewusstes Atmen können wir so schnell wie ein Lichtblitz zu uns selbst zurückkehren.

Auf einer Schulung zum Thema Komplementärmedizin gab ein Referent – ganz sicher ein Experte in Sachen „voller Terminkalender“ und viele Aufgaben – folgenden Hinweis: Machen Sie sich den Sinn der Dinge klar, die Sie zu erledigen haben und Sie werden sehen, dass sich die Dinge sehr viel einfacher erledigen. Die die für Sie unsinnigen Dingen werden Sie dann schnell lassen.

Also den Sinn sehen – und durch Atmung zu mir selbst kommen. So möchte ich den Tag eigentlich immer beginnen dürfen.

Was hält mich eigentlich davon ab?

foto: Andrejs Pidjass / Fotolia.com


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  1. Pingback:“Im Alltag leben” - Blog » Yoga am Morgen - eine Anregung

  2. Moin Franzi,

    gar nicht so schwierig umzusezten – jedenfalls theoretisch. Durchatmen, sich selbst spüren, seinen Gedanken sammeln und sich seine Tagesaufgaben einmal klar machen braucht nicht viel Zeit.

    Zu lernen, was wichtig und unwichtig ist, nicht objektiv nach irgendwelchen fremden Maßstäben, sondern ganz für sich selbst, für die eigene „Wertskala“, ist da schon eine andere Kategorie. Aber alleine, wenn man es schafft, einmal seinen Alltag unter der „Sinnfrage“ zu betrachten, bringt schon ungemein viel.

    Es hilft sein eigenes Tun mal von einer anderen Warte zu beschauen. Das bringt unter anderem auch etwas Distanz. Und aus einer gewissen Entfernung sieht man oft die Dinge ja auch besser.

    Ich finde die Kombination bestechend. Die Übung des Atems bewusst verbinden mit der Betrachtung der eigenen Aktivitäten.

    Eines von diesen vielen wirkungsvollen Rezepten, die man dann in der Praxis oft genug doch wieder vergisst, an die man sich aber immer wieder erinnern sollte. So’n Blog ist da nicht verkehrt 😉

    Viele Grüße

    Bernd

  3. Hallo,
    schöne Anregungen, wenngleich ein bisschen schwierig umzusetzen. Für die meisten von uns ist im Grunde alles wichtig, sodass man keine Unterscheidung mehr machen kann zwischen wichtig und eher unwichtig.
    Die Anregung, auch die Dinge des Alltags auf ihren Sinn hin abzuklopfen, finde ich sehr schön.
    Franzi

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