Yoga verändert – auch Dich?

Yoga verändert. Ganz sicher!

Das erlebe und sage ich mir immer wieder – und ich sage es z.B. auch in meinen Kursen.

Im Moment habe ich auch Menschen mit erheblichem Übergewicht im Kurs. Nicht immer ist das so ganz einfach. Manche Übungen gehen nicht und andere müssen angepasst werden. Ich möchte diese Teilnehmer nicht frustrieren und doch auch den anderen Teilnehmern Ansporn bieten. Solche Kurse sind immer auch Gratwanderungen zwischen Lust und Frust. Aber spätestens bei der Schlussentspannung sind wieder alle dabei 🙂

Aber was plakatives kann man Menschen mit Handicaps mit an die Hand geben? Meine Suche nach Beispielen hatte ein folgendes Ergebnis:

Wie es Dir mit diese Video geht, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich glaube nicht, dass dieses Video völlig an einem vorbeigeht. In mir sind da zwei Bewegungen: Einmal möchte ich Arthur die eine oder andere Übung schlicht verbieten. Das ist der Yogalehrerreflex, der keine Übung zulassen möchte, die vielleicht nicht der reinen „Rückenschulenlehre“ entspricht. Ich bin in meiner Ausbildung darauf trainiert worden nichts zuzulassen, was potentiell problematisch werden könnte. Arthur zeigt in dem Video eigentlich nur Dinge die auch Probleme machen können.
Und die zweite Bewegung ist: He, der macht alles richtig! Nur weil er sich über die Grenze bewegt kommt er zum Ziel. Hier zählt die „reine Lehre“ nicht.

Ist Arthur jetzt ein gutes Vorbild? Ist das Yoga?

Manchmal machen mir solche Vorbilder sogar ein eher ungutes Gefühl. Darf ich meinen Molligen im Kurs so etwas zeigen? Überfordert so ein Erfolg vielleicht nicht sogar? Werden Menschen durch solche Vorbilder nicht sogar eher frustriert? Da kommt ein Mensch mit schwersten Behinderungen wieder ins Laufen. Bei mir sind es „nur“ ein paar Kilo, die ich nicht mehr los werde. Gefühlt scheitere ich an sehr viel kleineren Problemen, die da so (scheinbar) einfach abgelegt werden.

Vielleicht sollte ich mehr Vertrauen in andere Menschen investieren und nicht für andere denken. Ja, Arthur ist ein Vorbild. Ähnliches geht ständig durch die Medien und da muss man auch selber entscheiden, was man sich davon als Vorbild auch „ansteckt“.

Ist das Yoga? Ja! Hier werden Hindernisse beseitigt, die eine normale Teilnahme am Leben (was immer das ist) behindern. Nicht durch die Freundlichkeit, die beim letzten Blogbeitrag im Fokus stand, sondern durch bewusste und harte Körperübung. Aber es ist genau das Richtige, was jetzt benötigt wird.

Yoga verändert! Hier ganz plakativ und vordergründig. In der normalen täglichen Praxis vielleicht hintergründiger, aber ganz bestimmt in der Summe und für das eigene Leben nicht geringer. … Wetten?

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