Noch mal zu Pranayama, dem bewußten Atmen des Yoga

Nachdem ich kürzlich über Pranayama, die Atemübungen des Yoga geblogged hatte, mit Hinweis auf ein längeres Video zum Thema, gab es interessante Rückmeldungen per E-Mail, einer will ich hier nachgehen.

Denkst Du wirklich, dass diese Übungen sinnvoll sind? Ich würde das gerne mal versuchen.

stein-im-sandJa, ich denke diese Übungen sind sinnvoll. Nicht das ich denke, dass die Ausführung, wie im Video gezeigt, in allen Einzelheiten nachvollzogen werden sollten. Einige der gezeigten Übungen wie Kaphalabati, einer heftigen stoßweisen Atmung eigentlich zur Klärung des Kopfbereiches, sind mir aus körperlichen Gründen so auch gar nicht möglich.

Anders als die kleinen, auf Beruhigung und Körpererfahrung ausgerichteten Atemübungen, wie sie auch auf „Im Alltag leben“ angeboten werden, zielen die Übungen des Pranayama immer auch auf spirituelle Ziele und auf das Lenken von energetischen Prozessen. Es sind keine Übungen, die man beiläufig erledigt und vor denen in den Yogaschriften gewarnt wird, sie ohne Lehrer zu versuchen.

Ich halte es darum nicht für zwingend erforderlich sich gleich mit Macht auf Pranayama zu stürzen. Denn auch die ’sanften‘ Atemübungen der allgemeinen Entspannungstechnik haben durchaus viel zu bieten. Sie holen aus dem aufgeregten Alltag zurück in eine gewisse ruhige Distanz. So können sie auf die ganz persönliche Stille und damit etwa eine Meditation vorbereiten.

Hat man seine persönlichen Erfahrungen mit Atemübungen gemacht, kann man durchaus auch Übungen des Pranayama anstreben. Aber immer im Zusammenhang mit einer umfassenderen Yogapraxis, nicht als losgelöste Übungen ohne inneren Zusammenhang zu den anderen Teilen der yogischen Praxis wie Körperübungen und Versenkung / Meditation.

foto: SanMarco / photocase.de

2 replies on “Noch mal zu Pranayama, dem bewußten Atmen des Yoga”

  1. Pingback:yoga props

  2. Ich bin auch der Meinung, dass man wirkliche Pranayama- Übungen nicht einfach von einem Video oder aus einem Buch „lernen“ sollte, sondern auf jeden Fall von einem Lehrer, in einem Kurs, Seminar oder sonst wie. Und natürlich verbunden mit einer Yoga- und/ oder Meditationspraxis.
    Gerade Pranayama-Übungen sind nicht ohne, was ihre Wirkung angeht, nicht umsonst wird es normalerweise erst in Fortgeschrittenen-Kursen angeboten.
    Aber eine sanfte Form der Wechselatmung (Anuloma-Viloma – wenn ich es richtig erinnere)kann sehr entspannend sein bzw. für Balance sorgen. Doch selbst da kann man übtreiben und somit Fehler machen, wenn man beispielsweise den Ehrgeiz hat, den Atem dazwischen zu lange anzuhalten. ( Alles schon erlebt)
    Zamyat

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