Der Sternenwerfer

Von weitem sah der Philosoph am Meeresstrand einen Menschen, der zu tanzen schien. Er kam näher und erkannte, dass es ein Junge war. Dieser hob Gegenstände auf und warf sie vorsichtig ins Meer. „Du, Junge, was machst Du da?“, fragte er den Jungen.

Strand„Ich? Ach, ich werfe Seesterne zurück ins Meer. Es ist Ebbe. Würde ich das nicht tun, würden sie alle in der Sonne vertrocknen und sterben.“

Da sagte der Philosoph: „Weißt Du eigentlich, wie weit der Strand ist? Kilometer um Kilometer und überall liegen Seesterne. Du kannst doch gar nichts bewirken.“

Der Junge bückte sich, nahm wieder einen Seestern auf und warf ihn ins Meer. „Doch,“ meinte er, „für diesen hier habe ich etwas bewirkt.“

Nach “The Star Thrower” von Loren Eiseley – foto: Edith Ochs / pixelquelle.de

Die Geschichte ist auch auf „Im Alltag leben“ zu finden.

4 replies on “Der Sternenwerfer”

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  2. Christa on

    Vielen Dank für diesen wunderschönen Text!

    Mein persönliches Fazit dieser Geschichte: Ich sollte mich in meinen weiteren Leben nicht länger von irgendwelchen Titeln und Rängen beeindrucken lassen.

    Hier zeigt ein Gelehrter wie leer er in seinem Herzen ist und es auf Inteligenz alleine nicht ankommt. Wissen alleine reicht nicht!
    Dieser einfache kleine Junge macht dem Philosophen deutlich, dass es die emotionale Intelligenz ist, die das Leben ausmacht. Mit seiner Bescheidenheit macht er den Philosophen sehr liebevoll darauf aufmerksam wie klein dieser ist, wo er sich doch für so groß hält.

    Einfach wunderbar! Ich liebe solche Geschichten! Sie bereichern mein Herz und meinen Horizont. Es ist schön so mitten im Arbeitsalltag solche Auszeiten zu finden und sich zu nehmen.

  3. Na, dann kann die Woche ja mal gut anfangen 😉

    Viele Grüße

    Bernd (hat heute morgen schon nach seinem Seestern gesucht)

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