Mit der Yoga-Matte DVD sehen?

Auf Chip-online findet sich eine kleine Notiz vom 24.08.: Yoga Matte als Heimkino.

liegestuetzDahinter steckt die Meldung, dass ein Prototyp einer Yogamatte gebaut wurde, die aus einem „elektronischen Papier“ entwickelt worden ist. Hui-Zong Chen, der Erfinder, „entwickelte eine Yoga-Matte, die es erlaubt, gleichzeitig Filme zu schauen beziehungsweise Musik zu hören und zu meditieren.“

Meditieren und gleichzeitig einen Film anschauen geht nicht. Das brauchen wir auf diesem Blog kaum groß ausbreiten und sei dem Redakteur verziehen. Und wenn wir im Yoga den „Rückzug der Sinne“ (pratyahara) anstreben ist es wohl auch nicht gerade förderlich unter sich die neueste DVD – selbst wenn sie yogischen Inhalt hat – abzuspielen.

Also ein weiterer Beitrag zum Thema was die Welt nicht braucht?

In der Praxis des meditativen Yoga ist die Matte sicher nutzlos bis hinderlich. Beim Lernen und Üben von Körperübungen, bei Anleitungen zu allgemeinen Entspannungsübungen und sportlichen Übungen sicher eine interessante Geschichte. Im Moment, wo man die Matte nicht testen kann, sicher mehr ein Gedankenspiel als eine reale Option. Aber ein interessantes Spiel, vielleicht was für Christoph? 🙂

foto: twmedia / stockexpert.de, bei der Übung könnte ich mir vorstellen, dass so eine Matte Sinn macht 😉

3 replies on “Mit der Yoga-Matte DVD sehen?”

  1. Claudia hat recht, man soll Yoga machen, um sich zu entspannen und meditieren, nicht Filme zu schauen und Musik zu hören.
    Die Erfindung finde ich gar nicht gut.

  2. Was es nicht alles gibt: Ich staune immer wieder, auf was Leute kommen können!

    Für mich ist diese mediale Rundumberieselung eine große Krankheit unserer Zeit. Jeglicher Moment der Besinnung, jeder Kontakt mit der inneren Stille wird so immer unmöglicher gemacht, weil niemand es mehr aushält, einfach nur so da zu sein, ohne dass irgend etwas Augen oder Ohren mit „Content“ abfüllt. Wann eigentlich soll das Gehirn ZEIT finden, dies alles zu verarbeiten, wenn ständig Neues nachkommt?

    Nun auch auf der Yogamatte noch Medien zu konsumieren, ist der Gipfel! Bald wird die Welt sein wie ein großer Ameisenhaufen: alle funktionieren vor sich hin, statt von Instinkten eben von Medien geleitet. Glatt ein Grund, dankbar zu sein, dass man das nicht „für ewig“ miterleben muss!

  3. Pingback:Yoga-Matte digital - Bandscheiben-Blog

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