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Startseite - Ein Projekt von "Im Alltag leben" und "Der Wunschbrunnen".

Yoga-BlumeHeide Liebmann – die ich kürzlich bei einem Bloggertreffen kennen lernen durfte – hat zu einer Wunschkunden-Blog-Parade aufgerufen. Zuerst habe ich mich keineswegs angesprochen gefühlt. Kunden? Ich doch nicht!

Lassen wir mal außer Acht, dass ich es in meinem ersten Beruf durchaus mit Kunden im klassischen Sinn zu tun habe, das ist nicht Thema in diesem Blog. Aber im Entspannungs- oder Yogakurs, in den geschlossenen Wochenenden mit festen Gruppen? Sind das da Kunden?

Im Moment bin ich wirtschaftlich nicht auf meine Kurse angewiesen, was bedeutet, dass ich in meinem Angebot frei bin. Also darf ich mir meine Teilnehmer aussuchen?

yoga-stundeIch möchte in Zukunft noch mehr unterrichten. Das habe ich mir so ausgesucht. Und damit ist es nicht mehr beliebig. Denn um einen Kurs halten zu können braucht es einen Raum, der Miete kostet. Sind es mehr Kurse, bedeutet das, dass ich in der Zeit nicht anderweitig arbeiten kann. Mit der Zahl der Kurse gibt es auch einen Zwang, dass sich die Kurse finanziell rentieren müssen. Und damit werden aus Teilnehmern auch Kunden. Insoweit ist Heides Aufruf für mich ein willkommener Anlass mir Gedanken darüber zu machen, welches Verhältnis ich zu meinen Teilnehmern anstrebe.

Meine eigene Lehrerin sagt: Zum Yogalehrer kommen nur die Menschen, die zu ihm passen.

Das kann ich so nicht bestätigen. Ich unterrichte verschiedenen Themen insgesamt seit über 20 Jahren und seit ungefähr vier Jahren Entspannungsmethoden / Yoga. Darum würde ich wie folgt ergänzen. Es kommen viele Menschen. Aber es bleiben nur die, die zu einem passen ;-)

Darum werde ich es weiter so halten, wie ich es eigentlich schon immer tue. Ich biete die Kurse an, die ich halten kann. Können dabei durchaus im doppelten Sinne. Zu Themen die ich beherrsche und in einer Weise die ich vor mir selber verantworten kann. Also die Weise, wie ich sie kürzlich in Claudia Klingers digital diary skizziert habe. Es kann nicht darum gehen eine Maximum an Teilnehmern zu generieren, sondern die Zahl die richtig ist.

farbkreisMeine Kurse finden, wenn es die räumlichen Verhältnisse nur irgendwie erlauben, im Kreis statt. Das Zentrum ist also nicht der Lehrer, der Übungen anleitet, sondern die Mitte zwischen allen. Teilnehmern und Anleiter zusammen ‘machen’ einen guten Kurs. Das geht nur, wenn alles zusammen passt.

Für meine Wunschteilnehmer versuche ich alles notwendige zu tun, damit sie erfahren können, dass es Kurse von mir gibt. Angesprochen werden nur die sein, die sich für meine Art und Weise interessieren. Bleiben werden nur die, die finden, was sie gesucht haben.

Ich vertraue darauf, dass es genug sein werden, um auch mehr Kurse machen zu können. Der meditative Yoga ist kein Massengeschäft und kann es, da er im Kreis stattfindet, auch gar nicht werden. Ein Fussballstation oder große Hallen wird er nicht füllen und der wirkliche Unterricht hört da auf, wo es nicht mehr zu einer persönlichen Beziehung zwischen Lehrer und Schüler kommt.

Wenn ich noch mal zum Anfang des Beitrages zurückkomme und überlege was meine Wunsch”kunden” sind, dann kann ich nur sagen: Die Menschen, die sich von meinen Angeboten angesprochen fühlen. Andere geht nicht. Dann müßte ich mich verbiegen und es käme nicht der Yoga dabei heraus, den ich anstrebe. Es wäre nicht authentisch und das könnte ich nicht vermitteln.

kommWas sich ändert ist, dass ich meine Kurse mehr bekannt machen werde. Sprich ich kündige hier meine Kurse an und vor Ort liegen Flyer aus. Das tue ich um an mehr Wunschteilnehmer zu kommen, damit ich mehr unterrichten kann. Alles andere muss sich dann im direkten Umgang miteinander klären.

fotos: worldviewarchive; S. Hofschlaeger/ pixelio.de; my bloody valentine / photocase.de

2 Antworten zu “Meine Wunschteilnehmer beim Yoga”

  1. [...] Zwei Dinge haben mich bewogen, das Thema aufzugreifen. Der Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY) hat die Tage sein regelmäßiges Rundschreiben an die Mitglieder verschickt. Neben einigen Verbandsinterna fand ich folgenden Hinweis denkwürdig: “Bitte denken Sie daran, dass aus professionellen Berufen der PC für E-Mails und Homepages nicht mehr wegzudenken ist und Sie als Yoga-LehrerIn, auch aus Sicht Ihrer KursteilnehmerInnen und potentiellen Kunden, als wichtiges Medium gilt.” Mal abgesehen, dass ich das Rundschreiben noch nicht gesehen hatte und das Thema Teilnehmer/Kunden heute Mittag aufgegriffen hatte: Den Tipp als professioneller Yogalehrer – wenn schon nicht im Besitz eines eigenen Zuganges ins Internet – doch seine E-Mails über Internetcafés oder andere öffentliche Zugänge abzuwickeln, fand ich dann doch … äh … professionalisierbarer. [...]

  2. [...] Auch Bernd Franzen ist zufrieden mit seiner Kundenstruktur und macht sich Gedanken darüber, wie er noch mehr Menschen für seine Art des Yoga gewinnen kann. [...]

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