Du bekommst das, was Du brauchst

Alltags-Blümchen Im Leben bekommst Du immer das, was Du brauchst, nicht das, was Du willst.

Schreibt JAC in seinen Seelen Spaziergängen.

Als ich das las, mußte ich schmunzeln. Der Satz hätte von meiner Yoga-Ausbilderin kommen können. Und er ist, wie ich denke, für viele von uns auch Alltagserfahrung.

Da wünscht man sich etwas. Und kriegt doch etwas anderes. Man plant etwas. Und das Leben entscheidet anders. Da liebt man, und wird nicht wieder geliebt. Irgendwie schon doof!?

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Da wünsche ich mir ein Haus im Grünen und hänge in einer Mietwohnung. Doch eines Tages komme ich zurück von einem anstrengenden Tag. Komme in die Wohnung und fühle mich – zuhause.

Da gehe ich in eine berufliche Besprechung mit dem festen Vorsatz meinen superdollen Vorschlag durchzudrücken. Und komme zurück und mein eigener Vorschlag ist zwar nicht durchgekommen, sondern angereichert mit anderen Ideen zu etwas neuem gereift.

Voll Wut will ich mit einem Menschen, den ich nicht leiden kann, streiten. Und es kommt zu einem guten Gespräch.

Da wird die Lieben zu einem Menschen nicht erwidert, doch eines Tages treffe ich man auf jemanden mit dem ich nicht gerechnet habe … und es macht Zoom (um Herbert Grönemeyer zu zitieren).

Eine Krankheit bringt mich an meine Grenzen und ich wünsche mir nichts anderes als Gesundheit. Und stelle eines Tages fest, dass ich mein Leben trotz Krankheit bewältige.

Leben ist nicht planbar. Wir bekommen nicht immer, was wir uns wünschen. Aber selbst dann, wenn alle unsere Pläne und Hoffnungen durchkreuzt zu sein scheinen. Stellen wir fest, dass wir mit dem, was das Leben uns gegen unseren Willen gibt

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ganz schön weit kommen können.

fotos: Sarah Bade / pixelio.de; schifferklavier / photocase.de


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  2. Hallo Zamyat,

    danke für’s Wort zum Donnerstag 😉

    Der Gedanke, das in der Haltung ein buddhistischer Hintergrund gesehen werden kann, ist spannend. Damit bin ich – glaube ich – nicht so schnell fertig.

    Liebe Grüße

    Bernd

  3. Dieser Gedanke erinnert mich auch an eine Aussage, die mein verstorbener Sufi-Lehrer oft machte. Ich weiß sie zwar im Moment nicht wörtlich, aber es war in dem Sinne, dass wir oft nachher, in der Rückschau feststellen, dass ein Ereignis für unsere Weiterentwicklung gut war, das wir damals negativ fanden. Einen Job nicht bekommen (später kam dann ein viel besserer), eine Krankheit bekommen (dadurch haben wir vielleicht wichtige Menschen kennen gelernt – oder meinetwegen – auch etwas gelernt 🙂 usw.
    D.h., dass wir einfach aus unserer Mitten-Drin-Perspektive den „Sinn“ dahinter nicht sehen können, aber in der Rückschau wird es eben leichter.
    Zum Thema Krankheit: Habe gestern den Kurs „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ begonnen und auch da meinte die Kursleiterin nachher zu mir ganz „buddhistisch“: „Krankheit ist.“(Punkt) Es gibt da nicht immer was zu deuten a la Thorwald Detlefsen, Krankheit und Tod gehören zum Leben – und basta. Natürlich kann ich unterschiedlich damit umgehen, ich kann daran wachsen, daraus lernen – aber das war nicht der „Grund“ der Krankheit.
    Soweit das Wort zum Donnerstag:-)

  4. Moin Christa,

    nein, Du hast nicht geschrieben, dass negative Erlebnisse einen „Sinn“ haben müssen. Das war nur eine reflektorische Reaktion meinerseits 😉

    Ich habe da erhebliche Vorschädigungen von Menschen die mir in allem Negativen den tieferen Sinn aufzeigen wollen. Bei der lieben Spinnerin http://spinnerin.witchway.de/ steht der grandiose Satz von Susun S. Weed: Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig.

    Krankheit, Trauer, Schmerz sind Dinge die passieren. Von denen ich aber nicht glaube, dass sie mir aus einem höheren Sinn heraus „geschickt“ sind, sondern diese Dinge geschehen weil ich lebe, einen Körper habe, der erkranken kann und Menschen um mich herum habe, die etwa sterben können. Wenn Du so willst und vielleicht etwas schnodderig: Gott schickt mir nicht die biblischen Plagen an den Hals um mich persönlich zu prüfen, sondern in meinem Menschsein ist die Möglichkeit vorhanden, dass mir Leid passiert.

    Dass mir alle diese Dinge auch Aufgabe sind, ist eine andere Geschichte. Dass ich böse Nüsse knacken muß um etwa Krankheit zu bewältigen, will ich auch nicht bestreiten. Es ist nicht so, dass Krankheitsbewältigung alleine wegen meines sonnigen Gemütes passiert. Da steckt schon richtig Arbeit hinter.

    Wenn ich – auch wegen – solcher Iggeligkeiten des Lebens „wachse“, dann nehme ich das gerne mit.

    Noch lieber wachse ich allerdings an den schönen Dingen des Lebens 😉

    Liebe Grüße

    Bernd

  5. Morgen,

    boah ….

    Hab` ich geschrieben, dass man in allen negativen Ereignissen ein „Sinn“ suchen muss? Dann kamen wohl meine Zeilen falsch rüber.

    „Eine Krankheit bringt mich an meine Grenzen und ich wünsche mir nichts anderes als Gesundheit. Und stelle eines Tages fest, dass ich mein Leben trotz Krankheit bewältige.“

    Wie ist das passiert? Einfach nur so?

    Bei mir war das leider nicht so. Ich musste ganz schön an mir arbeiten und verändern um wieder klar zu kommen.

    Gruß und schönen Tag
    Christa

  6. Moin zusammen,

    wozu war dann die Krankheit gut?

    zu gar nix!

    Ich wehre mich immer – fast schon instinktiv -, wenn es darum geht in Krankheiten oder sonstigen negativen Erlebnissen einen „Sinn“ zu sehen.

    Solche Dinge passieren. Weil sie zum Leben gehören.

    Und ja … ich versuche für mich selber daraus zu lernen. Aber ein Unfall oder eine chronische Krankheit passieren. Da ist keine wie auch immer geartete Absicht dahinter. Da ich nur eine einzige Biographie habe weiß ich nicht, wie es anderes ausgegangen wäre.

    Aus meiner jetzigen Sicht wäre ich aber äußerst unfroh, wenn ich mich deutlich anders ausgerichtet hätte.

    Wir Menschen wären insgesamt ziemlich arm dran, wenn wir zum Lernen grundsätzlich extremen Leidensdruck bräuchten. Neben Lernen durch Leidensdruck können wir uns auch durch Erkenntnis entscheiden. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

    @ Menachem

    Bekommst du den Vorstandsjob, ist es das, was du dir wünscht – dann gratuliere ich. Bekommst du ihn nicht, ist es das, was du brauchst.

    Nach langem Zögern um eine Entscheidung für oder gegen diesen „Job“:

    Bekomme ich ihn, dann bedeutet das für mich eine Erweiterung meines eigenen Engagements bei gleichzeitigem Verlust an Möglichkeiten zu privaten Aktivitäten. Es ist kein Job, den man sich „wünscht“. Er ist nicht verbunden mit höherem sozialem Ansehen, mehr Geld oder sonstigen Vergünstigungen. Eher im Gegenteil. Ich verliere Zeiträume an Wochenenden, die ich gut brauchen könnte, Kurse anzubieten. Wenn ich es eng sehe, verliere ich sogar Verdienstmöglichkeiten.

    Was ich durch die Entscheidung für eine Kandidatur bekomme ist Klarheit in dem, was ich möchte. Und darum ist es fast unwichtig, ob ich den Posten bekomme oder nicht. Beide Optionen sind möglich. Aber keine wird mich in eine existientielle Krise bringen.

    Ich brauche beide Wege nicht. Es sind zwei Wege, die ich beide gestalten kann. Für mich ist das entscheidend. Nicht, welcher Weg gewählt wird, sondern wie ich meinen eigenen Weg beeinflussen kann.

    Das finde ich wirklich spannend!

    Viele Grüße

    Bernd

  7. Hi,
    Dieser Satz ist mir auch schon oft über den Weg gelaufen. Oft waren es auch Trostworte an mich. Gelernt habe ich daraus, dass das Leben zwar nicht planbar ist, ich nicht immer bekomme was ich gerne möchte, aber dass ich es selbst in die Hand nehmen kann, um etwas Brauchbares daraus zu machen.

    Eine Krankheit kann dich an deine Grenzen führen.Da erzähle ich dir ja betimmt nichts Neues. Aber wenn du danach so weiter wurschtelst wie bisher, nichts daraus gelernt hast, wozu war dann die Krankheit gut?

  8. Auch mich beschäftigt dieser Satz seit Jahren. Es ist doch so: Bekommst du den Vorstandsjob, ist es das, was du dir wünscht – dann gratuliere ich. Bekommst du ihn nicht, ist es das, was du brauchst. Dann ergibt sich die Frage: Warum brauche ich das jetzt, was soll mir das sagen? Beginnt man dann wirklich darüber nachzudenken, werden sich ganz neue Welten der eigenen Person und Erkenntnis öffnen, ja, ein Geschenk. Es kann also jetzt kommen, wie es will – du wirst in jedem Fall etwas gewinnen. Glückwunsch.

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