Über die Wahsinnsparty und was die Liebe damit zu tun hat

red-liquid-splashEines Tages entschloss sich der
Wahnsinn, seine Freunde zu einer Party
einzuladen.

Als sie alle beisammen waren, schlug
die Lust vor, Verstecken zu spielen.

„Verstecken? Was ist das?“ fragte die
Unwissenheit.

„Verstecken ist ein Spiel: einer zählt
bis 100, der Rest versteckt sich und
wird dann gesucht,“
erklärte die Schlauheit

Alle willigten ein bis auf die Furcht
und die Faulheit.

Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert
und erklärte sich bereit zu zählen.

Das Durcheinander begann, denn jeder
lief durch den Garten auf der Suche
nach einem guten Versteck.

Die Sicherheit lief ins Nachbarhaus
auf den Dachboden, man weiß ja nie.

erdbeermundDie Sorglosigkeit wählte das
Erdbeerbeet.

Die Traurigkeit weinte einfach so
drauf los.

Die Verzweiflung auch, denn sie wusste
nicht, ob es besser war sich hinter
oder vor der Mauer zu verstecken.

„…98,99,100!“ zählte der Wahnsinn.
„Ich komme euch jetzt suchen!“

Die erste, die gefunden wurde, war die
Neugier, denn sie wollte wissen, wer
als erster geschnappt wird und lehnte
sich zu weit heraus aus ihrem
Versteck.

Auch die Freude wurde schnell
gefunden, denn man konnte ihr Kichern
nicht überhören.

Mit der Zeit fand der Wahnsinn all
seine Freunde und selbst die
Sicherheit war wieder da.

Doch dann fragte die Skepsis: „Wo ist
denn die Liebe?“

Alle zuckten mit der Schulter, denn
keiner hatte sie gesehen.

Also gingen sie suchen. Sie schauten
unter Steinen, hinterm Regenbogen und
auf den Bäumen.

Der Wahnsinn suchte in einem dornigen
Gebüsch mit Hilfe eines Stöckchens.

schreiUnd plötzlich gab es einen Schrei! Es
war die Liebe.

Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen
das Auge rausgepiekst.

Er bat um Vergebung, flehte um
Verzeihung und bot der Liebe an, sie
für immer zu begleiten und ihre
Sehkraft zu werden.

Die Liebe akzeptierte diese
Entschuldigung natürlich.

Seitdem ist die Liebe blind und wird
vom Wahnsinn begleitet…

(Quelle: Leider nicht zu ermitteln, kursiert mal wieder verstärkt im Internet)

wer … bitteschön … sagt, dass hier immer alles ernst zugehen muß?

fotos: David Crockett / iStockphoto.com; Jenzig71 / pixelio.de; bernhard aichinger / pixelio.de

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