Es ist spannend. Vor gut anderhalb Jahren habe ich gefragt: Merkt man, wenn man Vegetarier wird? Heute darf ich sagen, dass der Weg weiter gegangen ist. Ich bin dabei geblieben.
Dabei habe ich nach wie vor das Gefühl, dass dieser Weg nahezu von alleine geht. Als ich vor Jahren mit der Yogapraxis begonnen hatte, habe ich immer wieder gelesen und auch von Lehrern gehört, dass man sich – lässt man sich auf den Yogaweg ein – in dieser Richtung entwickelt. Für mich war das immer ergebnisoffen. Mit dem Resultat, dass Lehrer und die Schriften Recht hatten.
Es ist durchaus passiert, dass ich – vor allem auf Reisen oder auch bei bestimmten Familienfeiern – durchaus schon mal auch Gerichte mit Fleisch gegessen habe. Das ist kein Beinbruch. Vielleicht bin ich zu sehr Biologe und sehe einfach, dass kein (höherer) Organismus existieren kann, ohne andere Organismen zu verdrängen. D.h. in meiner eigenen Existenz liegt schon begründet, dass ich einen bestimmten “Raum” einnehme, den andere nicht mehr besetzten können. Ahimsa als sinnvolle Lebenseinstellung und eine der Grundlagen des Yoga und aller für mich akzeptablen Lebensweisen überhaupt zum Trotz. Es gibt keine höhere Lebensform die nicht von “anderen” Organismen leben würde. Insoweit habe ich keine moralischen Skrupel Fleisch zu essen. Jedenfalls wenn es nur darum ginge, dass ein Tier für meine Ernährung gestorben wäre.
Es ist für mich auch kein Widerspruch die Mitgeschöpflichkeit eines Haustieres anzuerkennen – und es auch als Essen zu akzeptieren.





Ich kann meine Träume nicht fristlos entlassen. Ich schulde ihnen noch mein Leben.
Herr, mein Gott, ich habe zu dir geschrien und du hast mich geheilt. (Psalm 30,3)


